Von politischen Reden auf der Tanzbühne

Das Duo Navaridas & Deutinger setzt Obamas Nobelpreisrede tänzerisch um. Wie Krieg und Hoffnung auf die Bühne kommen.

Die mehrfach ausgezeichneten Performer Marta Navaridas und Alexander Deutinger leben und wirken in Graz, treten aber international auf. Heuer eröffneten sie die Politischen Gespräche in Alpbach.
Die mehrfach ausgezeichneten Performer Marta Navaridas und Alexander Deutinger leben und wirken in Graz, treten aber international auf. Heuer eröffneten sie die Politischen Gespräche in Alpbach.
Die mehrfach ausgezeichneten Performer Marta Navaridas und Alexander Deutinger leben und wirken in Graz, treten aber international auf. Heuer eröffneten sie die Politischen Gespräche in Alpbach. – (c) Daniel Novotny

Wenn Alexander Deutinger auf die Bühne kommt, kennt er die Choreografie seines eigenen Stücks nicht. Was er aber kennt, und zwar in- und auswendig, ist die Rede Barack Obamas anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an ihn. Zehn Jahre ist seine Ansprache in Oslo schon her, doch die Paradoxien dieser Anerkennung haben sich in der Zwischenzeit nicht aufgelöst. Ein Friedenspreis für einen neuen US-Präsidenten, der zeitgleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte eines mächtigen Landes war. Ein Präsident, der mitten in zwei Kriegen steckte. Obama, der in seiner Rede den Frieden pries, aber den Krieg bisweilen als notwendiges Instrument erachtete. „Er spricht darüber“, sagt Deutinger, „dass es viele andere geben würde, die den Preis mehr verdienen als er. Er sagt, dass er die Kontroverse versteht.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2019)

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