Der Maghreb und das Extremismusproblem

Viele Jihadisten stammen aus Tunesien und Marokko. Der IS macht sich gezielt auf die Suche nach Marokkanern in Spanien.

Casablanca/Marokko
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Casablanca/Marokko – (c) imago/ZUMA Press (Artur Widak)

Tunis/Rabat. Die Polizei kam im Morgengrauen und nahm die vier Verdächtigen fest. Diese wollten sich offenbar bei dem Gnaoua-Musikfestival in Essaouira unter die Zuhörer mischen und möglichst viele mit in den Tod reißen. Jedes Jahr im Juni zieht das „Marokkanische Woodstock“ an der Altantikküste 300.000 Besucher an, ein Drittel kommt aus Europa. Marokkos Terrorfahnder kamen dem Quartett jedoch rechtzeitig auf die Schliche. Neben Waffen und Elektronikbauteilen fanden die Beamten ein Manifest der Provinz des Islamischen Staates im Maghreb al-Aqsa, der historischen Bezeichnung von Marokko, in dem die Gotteskrieger dem IS-Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi ihre Gefolgschaft schworen und für Marokko den Jihad ausriefen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.08.2017)

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