Tote und Verletzte bei Bombenanschlag auf Kurdensiedlung im Nordirak

Das Camp beherbergt dem Sprecher zufolge seit etwa 30 Jahren Kurden aus der benachbarten Türkei.

Bei einem Bombenanschlag in einer Kurdensiedlung im Nordirak hat es am Mittwoch nach Angaben der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) Tote und Verletzte gegeben. Wie ein Parteisprecher mitteilte, ließ ein Selbstmordattentäter eine Autobombe im Camp Schahid Rustum zwei Kilometer östlich der Stadt Machmur explodieren.

Das Camp beherbergt dem Sprecher zufolge seit etwa 30 Jahren Kurden aus der benachbarten Türkei. In dem Lager, das sich über die Jahre zu einer Ansiedlung entwickelte, leben heute etwa 12.500 Kurden aus dem Südosten der Türkei. Sie gelten als Unterstützer der von Ankara verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die Türkei, die USA und die Europäische Union stufen die PKK als Terrororganisation ein.

Die Stadt Machmur in der irakischen Provinz Niniveh ist zwischen der autonomen Kurdenregion im Nordirak und der Zentralregierung in Bagdad umstritten. PKK-Kämpfer verfügen im Nordirak über Stellungen, die von der türkischen Luftwaffe angegriffen werden.

 

(APA/AFP)

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