Pompeo will Anti-Iran-Allianz schließen

US-Außenminister sieht das Anti-IS-Bündnis als Vorbild.

Mike Pompeo.
Mike Pompeo.
Mike Pompeo. – (c) APA/AFP/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)

Washington. Auf Mike Pompeo kommt eine heikle Aufgabe zu. Der US-Außenminister ist nach der Aufkündigung des Iran-Deals durch die Regierung in Washington dazu ausersehen, die Alliierten bei der Stange zu halten. Bei Israel, Saudiarabien und den Golfstaaten sollte dies kein Problem sein, sind sie doch entschiedene Gegner des Nuklearpakts. Anders verhält es sich dagegen mit den westlichen Verbündeten in London, Paris, Berlin und Rom. Auch sie will Pompeo mit einer Grundsatzrede am Montag auf einen vehementen Anti-Iran-Kurs einschwören. Der Einfluss Teherans in der Region sollte dafür ein schlagkräftiges Argument sein, verlautete aus dem US-Außenministerium.

Heather Nauert, die Sprecherin Pompeos, verglich das ins Auge gefasste Bündnis mit der von den USA angeführten Koalition gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Nur ein kleiner Teil der Mitglieder hat sich militärisch am Kampf gegen den IS beteiligt. Dies ließ Spekulationen aufkommen, ob die Anti-Iran-Koalition ebenfalls eine militärische Komponente enthalten soll.

Währenddessen hat sich Heiko Maas, der deutsche Außenminister, für kommende Woche zu einem Washington-Besuch angesagt. Die EU hatte sich zu Abwehrmaßnahmen gegen US-Sanktionen entschlossen. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.05.2018)

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