Trump relativiert Menschenrechtsverbrechen Nordkoreas

US-Präsident: Andere Länder haben auch "schlimme Sachen" gemacht. Chinas Staatschef Xi Jinping sei ein "unglaublicher Typ".

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APA/AFP/NICHOLAS KAMM

 

US-Präsident Donald Trump hat die Menschenrechtsverbrechen der nordkoreanischen Führung relativiert. "Viele andere Leute haben einige wirklich schlimme Sachen gemacht, ich meine, ich könnte viele Länder durchgehen, wo viele schlimme Sachen gemacht wurden", sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News nach seinem Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un.

Trump lobte Kim zudem als "einen sehr schlauen Kerl" und "großartigen Verhandler". "Ich glaube, wir verstehen uns", sagte der US-Präsident.

Nach Angaben von Trumps eigenem Außenministerium hält Nordkorea zwischen 80.000 und 120.000 politische Gefangene als Zwangsarbeiter in Lagern fest, wo sie Folter und dem Hungertod ausgesetzt sind. Kim wird auch verdächtigt, die Ermordung seines Halbbruders Kim Jong Nam 2017 in Malaysia in Auftrag gegeben zu haben.

Kim und Trump waren am Dienstag zu einem historischen Gipfeltreffen in Singapur zusammengekommen, wo sie nebeneinander vor den Flaggen ihrer jeweiligen Länder posierten. Kritiker monieren, der Gipfel habe Kim legitimiert, zudem sei es mehr um Schlagzeilen als um inhaltliche Fortschritte gegangen.

Trump hatte in dem Fox-Interview auch nette Worte für Chinas Präsidenten Xi Jinping: Dieser sei "ein unglaublicher Typ", er sei "im Grunde Präsident auf Lebenszeit". Das sei "ziemlich gut".

 

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