Trump stellt Pressebriefings im Weißen Haus infrage

Donald Trump steht einem Großteil der US-Medien argwöhnisch und kritisch gegenüber.

Donald Trump steht den meisten US-Medien feindselig gegenüber
Donald Trump steht den meisten US-Medien feindselig gegenüber
Donald Trump steht den meisten US-Medien feindselig gegenüber – REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat in einer weiteren Attacke gegen die Medien den Sinn der von seiner Sprecherin abgehaltenen Pressebriefings infrage gestellt. Er habe Sarah Sanders gesagt, sie solle sich wegen der Briefings "keinen Kopf machen", schrieb Trump am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Botschaft des Weißen Hauses lasse sich auch ohne diese Briefings überbringen.

Die unter früheren Präsidenten regelmäßigen formellen Briefings im Presseraum des Weißen Hauses sind ohnehin bereits zur Seltenheit geworden. Ihr jüngstes derartiges Briefing gab Sanders am 18. Dezember. Stattdessen spricht sie häufiger informell und spontan mit Journalisten. Bei diesen Gelegenheiten haben die Reporter aber weniger Zeit und Gelegenheit, Fragen zu stellen und nachzuhaken.

Der Grund, warum Sanders nur noch selten auf das Podium im Presseraum gehe, sei die "rüde" und "inkorrekte" Berichterstattung über ihre Äußerungen, merkte Trump dazu an. Die meisten Medien berichteten niemals "fair" über seine Regierung, weshalb sie den Namen "Fake News" - also Falschnachrichten - trügen.

Trump steht einem Großteil der US-Medien argwöhnisch und kritisch gegenüber. Er wirft diesen Medien vor, voreingenommen und feindselig über seine Präsidentschaft zu berichten. Immer wieder hat der Präsident auch einzelne Journalisten persönlich heftig angegriffen. Dem prominenten CNN-Reporter Jim Acosta ließ er im vergangenen November nach einem Wortgefecht sogar für kurze Zeit die Akkreditierung entziehen.

(APA/AFP)

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