Deutsche Ministerin: Junge Muslime sind zu gewaltbereit

"Wir dürfen keine falschen Tabus aufbauen", fordert Familienministerin Schröder. Sie ortet auch eine zunehmende Deutschenfeindlichkeit. Sie will am Freitag zwei Studien zu diesen Themen vorstellen.

Deutsche Ministerin: Junge Muslime sind zu gewaltbereit
Deutsche Ministerin: Junge Muslime sind zu gewaltbereit
(c) AP (Michael Sohn)

Deutschlands Familienministerin Kristina Schröder beklagt eine deutliche erhöhte Gewaltbereitschaft unter jungen, männlichen Muslimen. "Wir dürfen hier keine falschen Tabus aufbauen: Es gibt eine gewaltverherrlichende Machokultur bei einigen jungen Muslimen, die auch kulturelle Wurzeln hat", sagte Schröder dem "Wiesbadener Kurier" (Freitagausgabe). Die CDU-Politikerin will dazu am Freitag in Berlin zwei Studien vorstellen, die ihr Haus in Auftrag gegeben hatte.

Die Gewaltbereitschaft unter jungen, männlichen Muslimen ist nach Aussage der Ministerin "deutlich höher" als bei nichtmuslimischen Jugendlichen. Soziale Benachteiligung und Diskriminierung seien hierfür wichtige Faktoren, reichten aber nicht als Erklärung. "Es gibt einen Zusammenhang zwischen Religiosität, Machonormen und Gewaltgeneigtheit", sagte Schröder.

"Deutsche Schüler werden gemobbt"

Auffallend sei auch eine zunehmende Feindseligkeit gegenüber Deutschen, betonte die Ministerin weiter. "Nicht selten werden deutsche Kinder an den Schulen gemobbt, nur weil sie deutsch sind. Auch das dürfen wir nicht länger hinnehmen", sagte Schröder. Bereits im Oktober hatte sie eine Deutschenfeindlichkeit von Migranten beklagt und von Rassismus gesprochen.

In der Pflicht sieht sie vor allem jene, die in der muslimischen Gesellschaft Werte prägten. Das seien vor allem Imame.

(Ag.)

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