Fischer: Queen über Österreich "sehr gut gebrieft"

Bundespräsident Heinz Fischer besuchte als drittes österreichisches Staatsoberhaupt Queen Elizabeth II. Zuletzt war Ex-Präsident Thomas Klestil vor 16 Jahren in London zu Gast.

Fischer Queen ueber oesterreich
Fischer Queen ueber oesterreich
Queen Elizabeth II. – EPA (Devlin)

Am Mittwoch absolvierte der Bundespräsident in London einen besonderen Termin: Denn Heinz Fischer ist nach Thomas Klestil und Franz Jonas erst das dritte österreichische Staatsoberhaupt, das Königin Elizabeth II. während ihrer fast 60-jährigen Regentschaft im Buckingham Palace empfängt. Schon vorab hatte der Bundespräsident betont, dass die Begegnung mit Königin Elizabeth II. für ihn "etwas absolut nicht Alltägliches sei. Sie symbolisiere den "guten Kontakt" und das gegenseitige Vertrauen zwischen Großbritannien und Österreich.

Auch nach der 35-minütigen Unterredung zeigte sich Fischer zufrieden. Er habe mit der Queen ein "sehr lebhaftes, intensives Gespräch" geführt. Während der Unterhaltung habe Königin Elizabeth II. darauf verwiesen, "dass sie ihr Amt angetreten hat, als (Winston) Churchill noch Ministerpräsident war, und sie alle diese Phasen der britischen, europäischen und internationalen Geschichte in diesem langen Zeitraum von bald 60 Jahren absolviert hat".

Der Eindruck des Gesprächs sei "ein sehr guter" gewesen, sagte der Bundespräsident. Die Monarchin sei über Österreich "sehr gut gebrieft und informiert" gewesen und habe sich noch an ihren Besuch in Österreich im Jahr 1969 erinnert - ihre bis dato einzige Visite.

Fischer lädt die Queen nach Österreich ein

Fischer lud die Queen auch zu einem Besuch nach Österreich ein. Er habe sich erlaubt zu sagen, "dass sie schon seit den 60er Jahren nicht in Österreich war und dass ich mich freuen würde, wenn sie eine Einladung nach Österreich annehmen würde - zu einem Termin, den man besprechen muss", sagte Fischer nach der Unterredung. Die Königin habe sich bedankt und gesagt: "I will consider it."

2015 wäre etwa der 60. Jahrestag der Unterzeichnung des Staatsvertrages, der ebenfalls Thema seines Gesprächs mit Elizabeth II. gewesen sei, sagte der Bundespräsident.

Die Queen habe sich auch für den Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao in Österreich vor ein paar Wochen interessiert, "wie die Atmosphäre war und welche Themen besprochen wurden", und er habe ihr auch von seinem Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas erzählt. "Die Lage im Nahen Osten interessiert sie auch." Elizabeth II. habe sogar gewusst, "dass es verletzte österreichische Soldaten gegeben hat bei Zusammenstößen an der syrisch-israelischen Grenze am Golan".

(APA)

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