Osteuropa vor dem Exodus

Östliche EU-Mitgliedstaaten könnten bis zu 35 Mio. Menschen an Westeuropa verlieren. Österreich wird bis 2060 das EU-Land mit der stärksten Zuwanderung aus Nachbarregionen.

Hält die Emigration in der bisherigen Höhe an, wird Rumänien bis 2060 fast ein Drittel seiner Bevölkerung verlieren.
Hält die Emigration in der bisherigen Höhe an, wird Rumänien bis 2060 fast ein Drittel seiner Bevölkerung verlieren.
Hält die Emigration in der bisherigen Höhe an, wird Rumänien bis 2060 fast ein Drittel seiner Bevölkerung verlieren. – (c) imago images / blickwinkel (McPHOTO/S. Wolf-Feix via www.imago-images.de)

Wien. Langsam gehen den osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten die Fachkräfte aus. Nachdem Anfang des Jahres die Mitarbeiter eines Audi-Werks im westungarischen Györ in Warnstreik getreten waren, versprach ihnen die Betriebsleitung eine Anhebung der Löhne um satte zehn Prozent und weitere zehn Prozent im Jahr 2020. Es ist schwer geworden, ausreichend Mitarbeiter zu finden, weil derart viele in die westlichen Mitgliedstaaten gezogen sind. Umso mehr Anreize müssen derzeit geschaffen werden, sie im Land zu halten. Und dieser Trend wird sich laut einer Studie der EU-Kommission, die gemeinsam mit dem Wittgenstein Centre und dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) durchgeführt wurde, weiter fortsetzen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2019)

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