Irland bereitet sich auf Grenzkontrollen vor

Weil London trotz letzter Rettungsversuche für ein EU-Austrittsabkommen die Voraussetzungen für eine offene Grenze zwischen Irland und Nordirland nicht akzeptiert, will Dublin eine lückenlose Kontrolle bei Waren einführen.

Demonstration gegen die Rückkehr von Grenzkontrollen zwischen dem Norden und der Republik Irland. Die Bevölkerung Nordirlands hatte 2016 für einen EU-Verbleib gestimmt.
Demonstration gegen die Rückkehr von Grenzkontrollen zwischen dem Norden und der Republik Irland. Die Bevölkerung Nordirlands hatte 2016 für einen EU-Verbleib gestimmt.
Demonstration gegen die Rückkehr von Grenzkontrollen zwischen dem Norden und der Republik Irland. Die Bevölkerung Nordirlands hatte 2016 für einen EU-Verbleib gestimmt. – APA/AFP/PAUL FAITH

Dublin/Wien. Ungeachtet der letzten Versuche der britischen Opposition, einen ungeregelten Brexit zu verhindern, bereitet die irische Regierung Maßnahmen für den Ernstfall vor: Sollte am 31. Oktober wegen der innenpolitischen Pattstellung in London ein ungeordneter EU-Austritt Großbritanniens ausgelöst werden, müssten umgehend Kontrollen an der rund 500 Kilometer langen Grenze zu Nordirland eingeführt werden, heißt es in Dublin. Ministerpräsident Leo Varadkar hat angekündigt, dass seine Regierung alles daran setzen werde, eine streng bewachte Grenze wie in Zeiten des Bürgerkriegs zu vermeiden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2019)

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