Fleischproduktion wird zum Klimakiller

Die fünf größten größten Fleischproduzenten sind für mehr Treibhausgasemissionen verantwortlich als ExxonMobil, Shell oder BP.

Almsommer
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APA/dpa/Angelika Warmuth

Dass der tägliche Konsum von Fleisch nicht unbedingt gesund ist, weiß inzwischen fast jeder. Weniger bekannt ist aber, dass der Konsument damit auch der Umwelt schadet - und zwar in weit höherem Ausmaß als bisher angenommen: Laut einer Studie des Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP) sind die fünf weltweit größten Fleischproduzenten - das sind der brasilianische Konzern JBS sowie die US-amerikanischen Firmen Tyson, Cargill, Dairy Farmers of America und Fonterra - verantwortlich für mehr Treibhausgasemissionen als die Ölkonzerne ExxonMobil, Shell oder BP.

Die Emissionen der 20 größten Fleischbetriebe der Welt übersteigen sogar jene ganzer Länder wie Deutschland, Kanada, Australien oder Großbritannien. Sollte die Fleischindustrie in dem Ausmaß weiter wachsen, dürfte sie schon im Jahr 2050 80 Prozent des weltweiten Treibhausgasbudgets verschlingen, warnen die Autoren der Studie. 

Die Kritik von IATP wiegt schwer: So verabsäumen es die Konzerne bisher, konkrete Angaben zu den Emissionen zu machen, heißt es in der Studie. Einige lassen bei den Angaben einfach jene Emissionswerte weg, die bei der Zulieferkette anfallen - gerade diese Werte aber fallen mit 80 bis 90 Prozent der gesamten Emissionen besonders ins Gewicht. 

Die 35 weltweit größten Fleischproduzenten sind in einer kleinen Zahl an Ländern konzentriert - in den USA, Kanada, Brasilien, Argentinien, Australien, Neuseeland, China und einigen europäischen Ländern. So produzieren die USA, die EU und China alleine 80 Prozent des weltweiten Schweinefleischs.

 

(aga)

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