Weichmacher vermindern Intelligenz von Kindern

Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft hohe Phthalat-Werte haben, sind weniger intelligent. Diesen Zusammenhang zeigt eine neue US-Studie.

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Foetus at 23 weeks artwork Foetus at 23 weeks computer artwork PUBLICATIONxINxGERxSUIxHUNxONLY SC – (c) imago/Science Photo Library (imago stock&people)

Häufiger Kontakt mit Weichmachern während der Schwangerschaft wirkt sich einer US-Studie zufolge auf die Intelligenz von Kindern aus. Schulkinder in den USA, deren Mütter im Körper hohe Phthalat-Werte aufwiesen, hatten einen um durchschnittlich sechs Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) im Vergleich zu Kindern, deren Mütter nur gering Weichmachern belastet waren. Einbezogen in die Auswertung wurden dabei auch die IQ-Werte der Mütter, deren schulische Bildung sowie die Umweltbedingungen der Familienwohnorte.

Die Studie wurde von Wissenschaftern der Mailman School of Public Health an der Columbia Universität in New York publiziert. Die Forscher um die Epidemiologin Pam Factor-Litvak rieten Schwangeren dringend, Weichmacher möglichst aus ihrem Leben zu verbannen.

Beschränkung nur im Spielzeug

"Schwangere sind USA-weit fast täglich Phthalaten ausgesetzt", warnten die Wissenschafter. Während es Beschränkungen für Weichmacher in Kinderspielzeugen gebe, fehlten gesetzliche Vorschriften für Höchstwerte während der Schwangerschaft. Dabei sei gerade diese Entwicklungsphase eine der wichtigsten für das menschliche Gehirn. Weichmacher finden sich außerdem häufig in PVC, Raumsprays, Verpackungen für Mikrowellen-Fertiggerichten sowie in vielen Plastik-Recyclingprodukten.

Die Studie ist die erste, die einen Zusammenhang zwischen pränatalen Phthalat-Belastungen und der IQ-Ausprägung bei Schulkindern im nämlichen Alter belegt. Demnach wiesen die Kinder stärker belasteter Mütter, welche die höchsten Konzentrationen von DnBP (Di-n-butylphthalat) und DiBP (Diisobutylphthalat) im Körper hatten, um 6,6 beziehungsweise 7,6 Punkte niedrigere IQ-Werte auf, als Kinder aus der Vergleichsgruppe mit den geringsten Vorbelastungen.

Epidemiologische Studien können keinen Nachweis für ursächliche Zusammenhänge erbringen.

 

(APA/AFP)

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