Letzter Akt: Parlament beschließt Deutschklassen

Die Strafen für Schulschwänzer werden erhöht.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Die Deutschklassen wurden lange diskutiert, viel kritisiert und werden nun gesetzlich etabliert: Am morgigen Donnerstag wird der Nationalrat die Einführung der Deutschklassen (nur) mit den Stimmen der Regierung beschließen. Damit sollen ab kommendem Schuljahr alle Schulanfänger, die dem Unterricht nicht ausreichend folgen können, nach eigenem Lehrplan in eigenen Klassen unterrichtet werden.

Welche Kinder Deutschklassen besuchen müssen, soll durch einen standardisierten Test, der bei der Schuleinschreibung durchgeführt wird, festgestellt werden. In den Deutschförderklassen wird es in der Volksschule 15 Stunden Sprachtraining pro Woche geben. In der Sekundarstufe werden es 20 Stunden sein. Abseits dieser Stunden ist in Fächern wie Turnen oder Zeichnen ein gemeinsamer Unterricht mit der Regelklasse möglich. Mindestens acht Schüler sind für die Führung einer solchen Deutschförderklasse nötig.

 

Warten auf Oberstufenreform

Am Donnerstag sollen im Parlament auch Verschärfungen beim Schulschwänzen beschlossen werden. Fehlt ein Schüler bis zu drei Tage unentschuldigt, kann die Schulleitung verwarnen, ab dem vierten Fehltag droht eine Verwaltungsstrafe von mindestens 110 Euro. Außerdem wird die gesetzliche Voraussetzung für die Verschiebung der neuen Oberstufe geschaffen. (APA/j. n.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2018)

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