Ziffernnoten-Rückkehr: Regierung sieht Ende von "linken Experimenten"

Kanzler Kurz sieht im neuen Pädagogik-Paket - das heute im Nationalrat beschlossen wird - das Ende von "Versuchen und Herumdoktern". Auch Vizekanzler Strache freut sich etwa über die Wiedereinführung des Sitzenbleibens und der Ziffernnoten an Volksschulen.

PK JAHRESBILANZ DER BUNDESREGIERUNG: KURZ / STRACHE
PK JAHRESBILANZ DER BUNDESREGIERUNG: KURZ / STRACHE
Die Regierungsspitze freut sich über die Wiedereinführung des Sitzenbleibens und der Ziffernnoten an den Volksschulen. (Archivbild) – APA/GEORG HOCHMUTH

Der Nationalrat beschließt am heutigen Mittwoch das Pädagogikpaket, das etwa verpflichtend Ziffernnoten an Volksschulen bringt. Man mache Schluss mit "Versuchen und Herumdoktern", betonte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach dem Ministerrat. Die "linken bildungspolitischen Experimente der letzten Jahre" hätten das Schulsystem nicht weitergebracht, so Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ).

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Die Reform sei ein "sehr notwendiger Schritt" in Richtung mehr individuelle Förderung, erklärte Kurz. In den vergangenen Jahren habe es im Bildungsbereich viele Veränderungen gegeben, die allerdings zu Verwirrung geführt hätten - das beende man nun. Schüler brauchten Bewertung, Leistung solle sich lohnen, stimmte Strache zu. Es sei ja auch wichtig, dass sich die Eltern orientieren können.

Mit dem Paket werden an den Volksschulen ab dem zweiten Semester der 2. Klasse wieder verpflichtend Ziffernnoten eingeführt - gleichzeitig wird aber in allen Klassen zumindest zusätzlich alternativ mit Kompetenzrastern beurteilt. Außerdem können Schüler grundsätzlich ab der zweiten Klasse wieder sitzenbleiben.

(APA)

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