Neue Uni-Finanzierung liegt bei der FPÖ

Die geplante Studienplatzfinanzierung ist derzeit in der Warteschleife. Die Rektoren drängen darauf, den Entwurf möglichst bald zu sehen zu bekommen. Und Minister Faßmann gibt einige Anekdoten zum Besten.

Zwei neue Gesichter: Rektorenchefin Eva Blimlinger, Minister Heinz Faßmann.
Zwei neue Gesichter: Rektorenchefin Eva Blimlinger, Minister Heinz Faßmann.
Zwei neue Gesichter: Rektorenchefin Eva Blimlinger, Minister Heinz Faßmann. – (c) APA/GEORG HOCHMUTH

Wien. Bis 31. Jänner muss die neue Universitätsfinanzierung dem Parlament vorgelegt werden – derzeit ist sie allerdings noch in der Warteschleife, konkret: Der Gesetzesentwurf liegt zur Abstimmung bei der FPÖ. „Ich hoffe, das diese Begutachtungsschleife nicht zur Endlosschleife wird“, sagte der neue Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) Montagabend bei dem traditionellen Neujahrsempfang der Universitätenkonferenz, wo der ehemalige Uni-Wien-Vizerektor in neuer Funktion auf seine früheren Kollegen traf.

Und wo er anfangs gleich einmal ein paar Anekdoten über seine ersten Wochen als Minister zum Besten gab: Dass er von den Medien etwa um vier Zentimeter größer gemacht worden sei – auf 2,07 Meter. Und dass er medial auch wieder zum Deutschen mutierte – obwohl er vor inzwischen 55 Jahren nach Wien kam und seit über 20 Jahren Österreicher ist.

Die neue Studienplatzfinanzierung steht auf der Prioritätenliste jedenfalls ganz oben. Es handle sich um ein „kluges, durchdachtes, ausgewogenes Konzept“, bei dem es eigentlich keine Verlierer geben werde, sondern nur Unis, die mehr oder weniger profitieren. Mit der neuen Finanzierung gehe es in Richtung Aufgaben- und Leistungsorientierung. Insgesamt solle die Beliebigkeit im Bezug darauf beendet werden, wie viele Studenten an den Unis betreut werden können.

Das Konzept, das Faßmanns Vorgänger Harald Mahrer (ÖVP) im Sommer noch in Begutachtung schickte und an dem schon sein Vor-Vorgänger Reinhold Mitterlehner (ÖVP) arbeitete, sieht neben einer neuen Verteilung der Mittel auf Basis auch Zugangsbeschränkungen in den Massenfächern vor. Bleibt es dabei, könnten von neuen Schranken etwa Jus, Sprachen oder Erziehungswissenschaft betroffen sein; an einzelnen Universitäten auch noch andere Fächer mit besonders starkem Zulauf.

 

„Kürzung ist ausgeschlossen“

Die (ebenfalls neue) Rektorenchefin Eva Blimlinger wünschte sich von Faßmann jedenfalls, dass die Unis den mit der FPÖ abgestimmten Entwurf bald zu sehen bekommen: „Bitte schicke ihn uns, bevor der Ministerrat damit befasst wird.“ Die Universitäten müssten so rasch als möglich wissen, womit sie zu rechnen hätten. Die zusätzlichen 1,35 Milliarden Euro, die der alte Nationalrat für die kommenden drei Jahre fixiert hat, müssten jedenfalls bleiben. „Eine Kürzung ist aus unserer Sicht ausgeschlossen und sinnwidrig.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2018)

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