Oberstdorf: Österreichs "Adler" gewinnen Teambewerb

Das österreichische Skiflug-Team gewinnt auf der Heini-Klopfer-Schanze in Oberstdorf den Auftakt der FIS-Team-Tour. Koch, Kofler, Loitzl und Schlierenzauer feiern einen Start-Ziel-Sieg.

SKIFLIEGEN - FIS WC Oberstdorf
SKIFLIEGEN - FIS WC Oberstdorf
(c) GEPA pictures (Gepa Pictures/ Sebastian Krauss)

Oberstdorf. Österreich gewann am Samstag den Teambewerb auf der Skiflugschanze von Oberstdorf. Wie erwartet setzten sich Martin Koch, Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl und Gregor Schlierenzauer souverän durch. Auch wenn der Wind die Konkurrenz ordentlich durcheinander wirbelte. Doch erstmals wurde im Skisprung-weltcup eine neue Regel angewandt. Bei Aufwind wurden Punkte abgezogen, bei Rückenwind Punkte dazugezählt. Nach dem neuen Reglement kann auch der Anlauf bei jedem Springer verändert werden. Auch dies wird in der Punktewertung berücksichtigt.

Das Springen brachte den Beweis, dass Fairness ihren Preis hat. Nämlich jenen, dass sich die Zuschauer nicht mehr auskennen. Und auch dem Finale wurde jegliche Spannung genommen. Gregor Schlierenzauer sprang als letzter Athlet gerade einmal 169,5 Meter. Grund: Der Topspringer im heimischen Team musste mit beträchtlich kürzerem Anlauf als ein Großteil der Konkurrenz vorlieb nehmen. Der Anlauf variierte um bis zu neun Luken.

Kurz vor Schlierenzauers zweitem Sprung war der Slowene Robert Kranjec bei einem Satz von 226 Metern (Schanzenrekord) zu Sturz gekommen. Kranjec blieb glücklicherweise unverletzt. Bester Springer am Samstag war Martin Koch. Der Skiflugspezialist landete bei 214,5 und 206,5 Metern. Österreich siegte mit mehr als 20 Punkten vor Norwegen. Dritter wurde Finnland vor Deutschland und Slowenien.

Sonntag findet ab 14 Uhr (ORF1) der Einzelbewerb statt. Thomas Morgenstern hat seine Teilnahme abgesagt und konzentriert sich bereits ganz auf Olympia.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2010)

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