Töchterle will Fusion von Uni und Med-Uni Innsbruck

Allein die Einsparung einer ganzen Führungsebene bringe grob geschätzt eine Million Euro, sagt der Wissenschaftsminister. Für Med-Uni-Rektor Lochs steht eine Zusammenlegung nicht zur Debatte.

Toechterle will Fusion MedUni
Toechterle will Fusion MedUni
(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Die Wiedervereinigung der Medizinischen Universität Innsbruck und der Uni Innsbruck wird seit ihrer Trennung vor acht Jahren immer wieder diskutiert. Nun ist die Debatte mit einem Vorschlag von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) an Med-Uni-Rektor Herbert Lochs, sich dem Gedanken anzunähern, wieder aufgeflammt, wie die "Tiroler Tageszeitung" (Donnerstagausgabe) berichtet. Für Lochs ist das Thema nicht mehr aktuell, "da dies von der Medizinischen Uni derzeit nicht angestrebt wird", wie er heute, Donnerstag, sagte.

Der Med-Uni-Rektor reagierte aber durchaus "positiv" auf die Aussage Töchterles, die Zusammenlegung von Unis auf freiwilliger Basis unterstützen zu wollen. Der Minister hatte sich bereits in seiner Zeit als amtierender Rektor an der Uni Innsbruck für eine Wiedervereinigung mit der Med-Uni ausgesprochen, die bis 2004 noch eine Fakultät an der Innsbrucker Leopold-Franzens-Universität war.

Eine Million Euro sparen

Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion anlässlichlich der Tiroler Hochschulkonferenz darauf angesprochen, bekräftigte Töchterle laut "Tiroler Tageszeitung" die finanziellen und strukturellen Vorteile einer Fusionierung. Allein die Einsparung einer ganzen Führungsebene bringe grob geschätzt eine Million Euro; die Naturwissenschaften an beiden Unis "könnten in einer gemeinsamen Institution besser zusammenarbeiten".

Derzeit ist eine Uni-Fusionierung gesetzlich nicht möglich. Das Universitätsgesetz (UG) schreibt die bestehenden Universitäten fest, eine darüber hinausgehende Regelung gibt es nicht. Im Zuge des Hochschulplans soll es jedoch künftig keine gesetzlichen Hürden mehr geben, "wenn Universitäten von sich aus den Wunsch äußern, sich zusammenzuschließen", wie es bereits vor wenigen Wochen aus dem Wissenschaftsministerium hieß.

(APA)

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