Bundesländervergleich

Immobilienkauf: Wien am teuersten, OÖ im Aufwind

Laut aktueller Analyse der Plattform immowelt.at sind Kaufimmobilien in Wien weiterhin am teuersten, gefolgt von Vorarlberg und Salzburg.

Wohneigentum: In Wien und Vorarlberg am teuersten.
Wohneigentum: In Wien und Vorarlberg am teuersten.
Wohneigentum: In Wien und Vorarlberg am teuersten. – Pixabay

Wie teuer ist Wohneigentum? Eine Analyse von immowelt.at, für die die Angebotspreise der einzelnen Bundesländer mit dem Vorjahr verglichen wurden, zeugen folgendes Ergebnis: Unangefochten an der Spitze ist Wien, hier kosten Eigentumswohnungen und Häuser aktuell 4170 Euro pro Quadratmeter im Median. Wegen der großen Attraktivität sowie anhaltendem Zuzug - rund 20.000 Personen von 2017 auf 2018 - ist das Angebot weiter knapp, was sich auf die Preise auswirkt: Sie erhöhten sich um acht Prozent binnen eines Jahres.

Neben Wien werden vor allem in den westlichen Bundesländern hohe Preise aufgerufen. Vorarlberg (3980 Euro), Salzburg (3900) und Tirol (3890 Euro) befinden sich auf einem ähnlichen Preisniveau. Die gute wirtschaftliche Lage und die damit verbundene hohe Kaufkraft sind Gründe für die teuren Immobilienpreise. Zudem werden insbesondere in Hotspots wie unter anderem Kitzbühel, Feldkirch oder Salzburg-Stadt zahlreiche Luxusimmobilien gebaut und zum Kauf angeboten. Allerdings scheinen allmählich Sättigungseffekte einzutreten. Sowohl in Tirol (+ fünf Prozent) als auch Vorarlberg (+ sieben Prozent) steigen die Preise weniger stark als in anderen Bundesländern.

Oberösterreich im Kommen

Den größten Sprung aller Bundesländer hat Oberösterreich gemacht. Um 16 Prozent haben sich die Kaufpreise dort innerhalb eines Jahres verteuert. Aktuell kostet der Quadratmeter im Median 2550 Euro, während es 2017 noch 2200 Euro waren. Zahlreiche Neubauten und renovierte Objekte mit guter Ausstattung in Wels und Linz sowie Immobilien in bester Lage am Attersee oder Traunsee sind im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen. Deren hohe Preise sind mitunter verantwortlich für den Preissprung. Hinzu kommt, dass das Preisniveau in Oberösterreich deutlich niedriger als beispielsweise in Wien oder Vorarlberg ist. Es ist somit auch mehr Luft nach oben.

 

Grafik zum Bundesländervergleich
Grafik zum Bundesländervergleich
Grafik zum Bundesländervergleich – immowelt.at

Gleiches gilt für die Steiermark, wo sich eine vergleichbare Entwicklung feststellen lässt. Kaufimmobilien werden 2018 um 14 Prozent teurer angeboten als noch 2017. Die aktuellen Quadratmeterpreise von 2520 Euro sind auf einem Level mit Oberösterreich. Einer der Gründe für die starke Steigerung ist der Zuzug nach Graz und die damit einhergehend gestiegene Nachfrage. Trotz zahlreicher Neubauten in der Landeshauptstadt ist das Angebot zu gering, was die Preise nach oben treibt.

Aufgrund der hohen Preise in Wien scheinen viele kaufwillige Österreicher inzwischen auf den niederösterreichischen Speckgürtel auszuweichen. Von vielen Gemeinden ist die Hauptstadt mit der S-Bahn aus schnell für Pendler erreichbar. Der Anstieg von 13 Prozent verdeutlicht die zunehmende Nachfrage. Dennoch sind die Preise vergleichsweise günstig - Wohneigentum in Niederösterreich kostet aktuell 2550 Euro pro Quadratmeter.

Schlusslicht Burgenland

Die mit Abstand günstigsten Wohnungen finden Käufer im Burgenland. Aktuell müssen sie mit Preisen von 1460 Euro pro Quadratmeter rechnen - acht Prozent mehr als 2017. In Österreichs östlichstem Bundesland stagnieren die Einwohnerzahlen. Im strukturschwachen Süden des Burgenlandes sinken diese sogar. Dadurch dass die Nachfrage nach Immobilien nicht steigt, bleibt auch das Angebot ausreichend groß. Höherpreisige Neubauten sind vielerorts somit nicht notwendig.

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