Wettbewerb

Häuser des Jahres 2018

Zum achten Mal suchte der Callwey Verlag die Häuser des Jahres. Den Preis gewann heuer das Haus am Deich in Ostfriesland. Zwei österreichische Projekte erhielten jeweils eine Anerkennung. Hier ein Überblick.

Haus am Deich, Ostfriesland

"Ein erfrischendes kleines Haus" in Ostfriesland gewann den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis des Wettbewerbs "Häuser des Jahres - Die besten Einfamilienhäuser 2018". Die Jury lobte den Berliner Architekten Thomas Kröger für sein kunstvoll gemauertes Backsteinhaus. 

(c) Jan Steenblock

Haus am Deich, Ostfriesland

Innen öffnet sich ein Einraum, der mit einem mächtigen tragenden Gebälk - angeblich der örtlichen Formtradition Gulfhaus entlehnt - nicht nur die Jury beeindruckt.

(c) Jan Steenblock

Plusenergie-Haus, Tamins/Schweiz

Die Auszeichnung erhielt Bearth & Deplazes Architekten aus Chur für das Haus "High Performance, Low Tech" in Tamins.

(c) JR

Plusenergie-Haus, Tamins/Schweiz

Zwi­schen ei­nem Ge­höft und frei­em Feld, in ei­ner to­po­gra­fi­schen Kan­te, liegt das lan­ge und sehr schma­le Einfamilienhaus, ausgestattet mit einem Photovoltaikdach.

(c) WWW.ANDREASGRABER.COM

Länge läuft, Starnberger See/Deutschland

Anerkennungen erhielten gleich mehrere Projekte. Dazu zählt das Haus "Länge läuft" am Starnberger See von Beer Bembé Dellinger Architekten in Greifenberg. Der alte Baumbestand des Gartens umgibt das nach allen Seiten durchlässige und lang gezogene Wohnhaus. 

(c) Stefan Mueller-Naumann (Stefan Müller-Naumann)

Länge läuft, Oberbayern

Die Räume im Wohnhaus wurden im unteren Geschoß zum Garten angeordnet. Das Schlafzimmer des Gästehauses grenzt direkt an die gemeinsame Terrasse. Die Wandverkleidung wurde in heimischem Eichenholz ausgeführt.

(c) Stefan Mueller-Naumann (Stefan Müller-Naumann)

Haus Marie, Baden bei Wien

Das alte Weinhauerhaus in Baden wurde von einer Familie bereits kurz nach Erwerb notdürftig hergerichtet und für die Planungsphase bezogen. Das ursprüngliche Konzept wurde mehrfach geändert, Entwurf sowie ein Modell wurden zunächst in Eigenregie angefertigt, bis die Bauherrin beschloss doch auch einen Architekten hinzuzuziehen. Die Wahl fiel auf Caramel architekten und gemeinsam wurden viele kreative Ideen in einem Gesamtkonzept vereint.

Rois & Stubenrauch

Haus Marie, Baden bei Wien

Im Dachgeschoß befindet sich ein lichtdurchfluteter Arbeitsbereich mit offenem Ausblick über umliegende Gärten und Bauwerke.

Rois & Stubenrauch

Kunstbau, Rossa/Schweiz

Eine Anerkennung erhielten auch Davide Macullo Architects und der Künstler Daniel Buren für den "Kunstbau" in Rossa. In dem natürlichen Kontext des kleinen Dorfes in der Val Calanca erweckt ein bunter Turm mit organischen Formen die Aufmerksamkeit. Das Haus hat zwei Stockwerke und besteht vollständig aus Holz – mit Ausnahme des Fundaments aus Zement, in den der Keller integriert ist. Die Fassade ist vertikal mit grünen und magentafarbenen Streifen bemalt, die sich mit weißen Streifen abwechseln. Nur die Türen und Fenster verraten, dass es sich um ein Wohnhaus handelt.

Alexandra Zveiger

Kunstbau, Rossa/Schweiz

 Nur die Türen und Fenster verraten, dass es sich um ein Wohnhaus handelt.

Alexandra Zveiger

Kraftort Bürserberg/Österreich

In Bürserberg/Vorarlberg befindet sich das "Haus auf der Tschengla" von Innauer-Matt Architekten ZT GmbH aus Bezau, die für ihr Projekt eine Anerkennung erhielten. Die äußere Erscheinung weist eindeutige Verwandtschaft zu einfachen, landwirtschaftlichen Gebäuden auf: ein klar geschnittener Holzbau mit talwärts gerichtetem Giebel auf einem massiven Sockel.

Adolf Bereuter

Kraftort Bürserberg/Österreich

Eine durchgesteckte "Flurküche" die Mitte des Gebäudes. Sie ist beiläufiger Treffpunkt und Ausgangsort aller Aktivitäten in und ums Haus. Durch einen Höhensprung leicht abgesetzt, der Essraum mit Eckbank und großem Tisch Richtung Süden.

Adolf Bereuter

Landhaus, Melzow/Deutschland

In Norddeutschland steht das von Modersohn & Freiesleben Partnerschaft Architekten mbH aus Berlin errichtete Landhaus. Das Fertigteilhaus wurde mit roten Blech verkleidet.

Maximilian Meisse

Landhaus, Melzow/Deutschland

Der Wohnraum mit der Küche nimmt die Hälfte des Hauses ein und ist in seiner Mitte, am First, fast fünf Meter hoch. Und die Decke senkt sich erst an der tiefsten Stelle auf die üblichen 2,60 Meter.

Maximilian Meisse

Kulturbau, Gardasee/Italien

Das "Rustico Gargnano" von Titus Bernhard Architekten GmbH befindet sich an einem Steilhang, rund 300 Meter über dem Westufer des Gardasees.

Titus Bernhard Architekten

Kulturbau, Gardasee/Italien

Das Rustico und die "Limonaia" werden mit traditionellem Bruchsteinmauerwerk gebaut.

Titus Bernhard Architekten

Cover: Häuser des Jahres 2018

Das Buch zum Wettbewerb präsentiert die 50 besten Häuser - mit zahlreichen Fotos, Lage- und Architektenplänen sowie Projektbeschreibungen aus der Feder von Architekturjournalistin Katharina Matzig sowie Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums sowie Jury-Vorsitzender. Erhältlich im gut sortierten Buchhandel um 61,70 Euro, erschienen im Callwey Verlag.

> > Mehr zum Wettbewerb unter: haeuser-des-jahres.com

> > Alle 50 Arbeiten sind von 6. Oktober bis 25. November im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/Main zu sehen.

 

(Von Tanja Rudolf, 5. 10. 2018)

Callwey Verlag
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Haus am Deich, Ostfriesland

"Ein erfrischendes kleines Haus" in Ostfriesland gewann den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis des Wettbewerbs "Häuser des Jahres - Die besten Einfamilienhäuser 2018". Die Jury lobte den Berliner Architekten Thomas Kröger für sein kunstvoll gemauertes Backsteinhaus. 

(c) Jan Steenblock

Haus am Deich, Ostfriesland

Innen öffnet sich ein Einraum, der mit einem mächtigen tragenden Gebälk - angeblich der örtlichen Formtradition Gulfhaus entlehnt - nicht nur die Jury beeindruckt.

(c) Jan Steenblock

Plusenergie-Haus, Tamins/Schweiz

Die Auszeichnung erhielt Bearth & Deplazes Architekten aus Chur für das Haus "High Performance, Low Tech" in Tamins.

(c) JR

Plusenergie-Haus, Tamins/Schweiz

Zwi­schen ei­nem Ge­höft und frei­em Feld, in ei­ner to­po­gra­fi­schen Kan­te, liegt das lan­ge und sehr schma­le Einfamilienhaus, ausgestattet mit einem Photovoltaikdach.

(c) WWW.ANDREASGRABER.COM

Länge läuft, Starnberger See/Deutschland

Anerkennungen erhielten gleich mehrere Projekte. Dazu zählt das Haus "Länge läuft" am Starnberger See von Beer Bembé Dellinger Architekten in Greifenberg. Der alte Baumbestand des Gartens umgibt das nach allen Seiten durchlässige und lang gezogene Wohnhaus. 

(c) Stefan Mueller-Naumann (Stefan Müller-Naumann)

Länge läuft, Oberbayern

Die Räume im Wohnhaus wurden im unteren Geschoß zum Garten angeordnet. Das Schlafzimmer des Gästehauses grenzt direkt an die gemeinsame Terrasse. Die Wandverkleidung wurde in heimischem Eichenholz ausgeführt.

(c) Stefan Mueller-Naumann (Stefan Müller-Naumann)

Haus Marie, Baden bei Wien

Das alte Weinhauerhaus in Baden wurde von einer Familie bereits kurz nach Erwerb notdürftig hergerichtet und für die Planungsphase bezogen. Das ursprüngliche Konzept wurde mehrfach geändert, Entwurf sowie ein Modell wurden zunächst in Eigenregie angefertigt, bis die Bauherrin beschloss doch auch einen Architekten hinzuzuziehen. Die Wahl fiel auf Caramel architekten und gemeinsam wurden viele kreative Ideen in einem Gesamtkonzept vereint.

Rois & Stubenrauch

Haus Marie, Baden bei Wien

Im Dachgeschoß befindet sich ein lichtdurchfluteter Arbeitsbereich mit offenem Ausblick über umliegende Gärten und Bauwerke.

Rois & Stubenrauch

Kunstbau, Rossa/Schweiz

Eine Anerkennung erhielten auch Davide Macullo Architects und der Künstler Daniel Buren für den "Kunstbau" in Rossa. In dem natürlichen Kontext des kleinen Dorfes in der Val Calanca erweckt ein bunter Turm mit organischen Formen die Aufmerksamkeit. Das Haus hat zwei Stockwerke und besteht vollständig aus Holz – mit Ausnahme des Fundaments aus Zement, in den der Keller integriert ist. Die Fassade ist vertikal mit grünen und magentafarbenen Streifen bemalt, die sich mit weißen Streifen abwechseln. Nur die Türen und Fenster verraten, dass es sich um ein Wohnhaus handelt.

Alexandra Zveiger

Kunstbau, Rossa/Schweiz

 Nur die Türen und Fenster verraten, dass es sich um ein Wohnhaus handelt.

Alexandra Zveiger

Kraftort Bürserberg/Österreich

In Bürserberg/Vorarlberg befindet sich das "Haus auf der Tschengla" von Innauer-Matt Architekten ZT GmbH aus Bezau, die für ihr Projekt eine Anerkennung erhielten. Die äußere Erscheinung weist eindeutige Verwandtschaft zu einfachen, landwirtschaftlichen Gebäuden auf: ein klar geschnittener Holzbau mit talwärts gerichtetem Giebel auf einem massiven Sockel.

Adolf Bereuter

Kraftort Bürserberg/Österreich

Eine durchgesteckte "Flurküche" die Mitte des Gebäudes. Sie ist beiläufiger Treffpunkt und Ausgangsort aller Aktivitäten in und ums Haus. Durch einen Höhensprung leicht abgesetzt, der Essraum mit Eckbank und großem Tisch Richtung Süden.

Adolf Bereuter

Landhaus, Melzow/Deutschland

In Norddeutschland steht das von Modersohn & Freiesleben Partnerschaft Architekten mbH aus Berlin errichtete Landhaus. Das Fertigteilhaus wurde mit roten Blech verkleidet.

Maximilian Meisse

Landhaus, Melzow/Deutschland

Der Wohnraum mit der Küche nimmt die Hälfte des Hauses ein und ist in seiner Mitte, am First, fast fünf Meter hoch. Und die Decke senkt sich erst an der tiefsten Stelle auf die üblichen 2,60 Meter.

Maximilian Meisse

Kulturbau, Gardasee/Italien

Das "Rustico Gargnano" von Titus Bernhard Architekten GmbH befindet sich an einem Steilhang, rund 300 Meter über dem Westufer des Gardasees.

Titus Bernhard Architekten

Kulturbau, Gardasee/Italien

Das Rustico und die "Limonaia" werden mit traditionellem Bruchsteinmauerwerk gebaut.

Titus Bernhard Architekten

Cover: Häuser des Jahres 2018

Das Buch zum Wettbewerb präsentiert die 50 besten Häuser - mit zahlreichen Fotos, Lage- und Architektenplänen sowie Projektbeschreibungen aus der Feder von Architekturjournalistin Katharina Matzig sowie Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums sowie Jury-Vorsitzender. Erhältlich im gut sortierten Buchhandel um 61,70 Euro, erschienen im Callwey Verlag.

> > Mehr zum Wettbewerb unter: haeuser-des-jahres.com

> > Alle 50 Arbeiten sind von 6. Oktober bis 25. November im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/Main zu sehen.

 

(Von Tanja Rudolf, 5. 10. 2018)

Callwey Verlag