Medienarbeit: Fußis Agentur berät Team Stronach

Die Agentur des früheren Anti-Abfangjäger-Aktivisten Rudolf Fußi soll das Team von Milliardär Stronach in Social-Media-Fragen beraten.

Rudi Fussis Agentur beraet
Rudi Fussis Agentur beraet
(c) APA (HERBERT PFARRHOFER)

Das Team des Austrokanadiers Frank Stronach scheint um einen prominenten Namen reicher zu sein. Denn als Berater der jungen Partei dürfte Rudolf Fußi engagiert werden. Das berichteten die "Niederösterreichischen Nachrichten" am Montag. Der Artikel löste auf dem Kurznachrichtendienst "Twitter" kurzerhand eine Welle an Verwunderung aus. Vorerst gab es keine Reaktionen von @rudifussi, dem Twitter-Profil von Fußi. Nach zahlreichen Anfragen, gab er dann aber doch eine Stellungnahme ab: "Aus 'Agentur macht SM-Workshops' wird 'Fußi berät Stronach?'. Pröll-Blattl halt."

Das Dementi blieb nicht lange unkommentiert. Das Team-Stronach gab nämlich selbst eine Stellungnahme zu den Gerüchten ab und bestätigte, "dass Rudi Fussis Agentur mindworker.at Stronach-Leute berät." Konkret soll es um Beratungen im Bereich Social Media gehen.

"Zwischen Agenturgeschäft und Meinung"

Auf der Homepage der Agentur beschreibt diese ihre Tätigkeit  so: "Durch den Einsatz modernster Software werden Print, Web und Mobile verbunden und die Botschaft wird crossmedial und personalisiert an den Empfänger gebracht." Fußi selbst twitterte dann auf Nachfrage: "Tun sich manche schwer zwischen Agenturgeschäft und meiner pol. Meinung zu unterscheiden."

Rudolf Fußi machte im April mit dem Volksbegehren "Steuergerechtigkeit jetzt!" auf sich aufmerksam. 2002 hatte er ein Volksbegehren gegen die Beschaffung neuer Abfangjäger ins Leben gerufen, das von rund 600.000 Personen unterschrieben wurde. Zu dieser Zeit war Fußi auch Parteichef der Kleinpartei "Die Demokraten", wechselte dann zur SPÖ aus der er im Februar 2012 austrat.

Prammer und Lugar beraten Klubgründung

Während Stronachs Partei im Web bereits Tagesthema sind, wird sich SP-Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erst am Nachmittag eingehend mit der Partei des Magna-Gründers beschäftigen. Nachdem sich der Industrielle fünf Abgeordnete des BZÖ angeln konnte, pocht die Neo-Partei auf Klubstatus. Mit Robert Lugar, voraussichtlicher Klubchef des Team Stronach, will Prammer nun inhaltliche, organisatorische und personelle Fragen klären. Eine Entscheidung könnte am Dienstag fallen.

Laut Prammers Sprecher handelt es sich bei dem Termin um ein reines Informationsgespräch. So wolle die Präsidentin etwa über die Vorstellungen des Teams Bescheid wissen. Neben personellen und organisatorischen Fragen sei auch wesentlich, ob das Team Stronach in allen Ausschüssen vertreten sein will. Das würde nämlich bedeuten, dass sich diese völlig neu konstituieren müssten. Das Liberale Forum hatte seinerzeit darauf verzichtet.

(Red.)

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