Strolz soll Klubchef werden, kein Mandat für Schellhorn

Die Neos wollen im Plenarsaal des Nationalrats in der Mitte sitzen und eine Parteiakademie gründen.

Neos Strolz soll Klubchef
Neos Strolz soll Klubchef
Strolz – (c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)

Wien. Die neue Partei Neos kann es kaum erwarten, in den Nationalrat einzuziehen. „Hattet ihr einen Wuzler im Büro?“, fragte die Partei etwa via Twitter das BZÖ, das aus den Räumlichkeiten ausziehen muss. „Wenn's so weitermacht's, montier ma die Steckdosen auch noch ab“, antwortete ein Sprecher des orangen Bündnisses scherzhaft.

Dabei ist noch gar nicht klar, ob die Neos die Räumlichkeiten des BZÖ übernehmen. Das Parlament hat die pinke Partei zwar bereits kontaktiert, konkrete Gespräche folgen aber erst. Im Nationalratsplenum selbst dürften die Neos wohl in der Mitte Platz nehmen. Klar scheint auch, dass Parteichef Matthias Strolz Klubobmann im Parlament wird und dass eine Parteiakademie aufgebaut wird.

Schlecht sieht es für das zehnte Mandat aus, auf das die Neos nach Auszählung der Wahlkarten hofften. Die Auswertung der Briefwahlstimmen am Montag brachte nicht die gewünschte Verschiebung, hier dürfte sich auch durch die Auszählung der übrigen Wahlkarten am Donnerstag nichts mehr ändern. Damit würde entweder der Salzburger Hotelier Sepp Schellhorn oder der für das Liberale Forum (LIF) kandidierende Michael Pock den Parlamentseinzug verpassen – je nachdem, ob die Listenführer Mandate auf Bundes- oder auf Landesebene annehmen.

 

„Nicht im Schmollwinkel“

Da sich die Neos verpflichtet haben, dass das LIF neben Parteichefin Angelika Mlinar einen zweiten Mandatar in den Nationalrat schicken darf, wird die Wahl auf Pock fallen. Schellhorn versucht, dies locker zu nehmen: „Ich bin nicht im Schmollwinkel.“ Das Ziel des Parlamentseinzugs für die neue Partei sei erreicht, sein persönliches, Abgeordneter zu werden, eben nicht. Detail am Rande: Die Hoteliervereinigung hat ihrem Ehrenpräsidenten Schellhorn bereits zum Parlamentseinzug gratuliert. (aich/APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.10.2013)

Kommentar zu Artikel:

Strolz soll Klubchef werden, kein Mandat für Schellhorn

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen