Grosz-Nachfolge: Landtagsmandatarin führt BZÖ

Johanna Trodt-Limpl, die neue BZÖ-Obfrau. / Bild: (c) APA 

Zwei Landtagsabgeordnete hat das BZÖ in Kärnten noch. Eine davon, Johanna Trodt-Limpl, wird nun Bundesparteichefin.

 (Die Presse)

Wien/Klagenfurt. Dem zurückgetretenen Gerald Grosz folgt nun Johanna Trodt-Limpl als neue Bundesparteiobfrau des BZÖ nach. Sie ist eine von zwei Landtagsabgeordneten, über die das BZÖ noch verfügt. In Kärnten – wo sonst? Neben Trodt-Limpl besetzt Wilhelm Korak das zweite Mandat.

Somit ist auch die Führung der Bundespartei nun wieder in der Hand der – relativ betrachtet – stärksten Landesgruppe. Von Kärnten war auch die Gründung des BZÖ ausgegangen, initiiert vom damaligen Landeshauptmann Jörg Haider. Ihren größten Erfolg feierte die Partei dort auch kurz nach Haiders Tod mit 44,9Prozent bei der Landtagswahl 2009. Mittlerweile ist der Großteil der damaligen Funktionäre jedoch wieder bei der FPÖ.

Nicht so Johanna Trodt-Limpl. Sie blieb beim BZÖ, für das sie 2013 im Landtag sitzt. Geboren wurde sie am 3. November 1955, nach der Matura absolvierte sie die Pädagogische Akademie in Klagenfurt. Sie legte die Lehramtsprüfung für Volksschulen, den katholischen Religionsunterricht, Heilstättenschulen und Sondererziehungsschulen ab und studierte später Pädagogik, Sozial- und Bildungsarbeit an der Universität Klagenfurt. 2004 wurde Trodt-Limpl Bezirksschulinspektorin in Villach. Die Bestellung sorgte seinerzeit für Kritik, weil die Position nicht ausgeschrieben worden war.

Im selben Jahr zog sie für die FPÖ in den Kärntner Landtag ein. Ab 2005 war sie als BZÖ-Mandatarin Bereichssprecherin für Bildung und Schule. Vor der Landtagswahl 2009 bekam sie allerdings keinen Platz mehr auf der BZÖ-Liste, sie musste sich mit dem 54. Listenplatz begnügen.

In ihrer Heimatgemeinde Finkenstein wurde sie bei den zeitgleich stattfindenden Gemeinderatswahlen Vizebürgermeisterin. Da sie den Schwenk zurück zur FPK/FPÖ nicht mitmachen wollte, wurde sie von ihrer eigenen Fraktion 2010 abgewählt.

Im März 2013 schaffte sie dann als BZÖ-Spitzenkandidatin in ihrem Wahlkreis den Sprung zurück in den Landtag. Seit November 2013 ist sie auch Landesobfrau des Kärntner BZÖ. Sie ist verheiratet und Mutter eines Sohnes und einer Tochter. (red./APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.04.2015)

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