SPÖ: "Lieber Faymann, es ist Zeit zu gehen"

Via Online-Initiative rufen unzufriedene Genossen den Parteichef zum Rücktritt auf.

Werner Faymann.
Werner Faymann.
Werner Faymann. – (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Wien. Nicht einmal 24 Stunden nach der Wien-Wahl haben sich rund 100 Personen gefunden: Hundert Sozialdemokraten nämlich, die Parteichef Werner Faymann zum Rücktritt aufforderten.

Auf der Online-Plattform wirwollenmehr.at werden nun fleißig virtuelle Unterschriften gesammelt. Genossen können so für eine Erneuerung an der Parteispitze votieren. Auf der Website werden die Verluste der Partei bei den vergangenen Wahlen aufgezählt. Und ein offener Brief an den Parteichef veröffentlicht: An den Stimmenverlusten sei er zwar nicht allein schuld. „Aber als Parteivorsitzender ist es deine politische Aufgabe, dafür die Verantwortung zu übernehmen.“

 

„Du bist nicht der Richtige“

Es brauche eine erneuerte Partei. „Lieber Genosse Faymann, dafür bist Du aus vielen Gründen nicht mehr der Richtige. Es ist Zeit für Dich zu gehen.“ Initiiert wurde die Plattform von Maria Baumgartner, Michael Pilz und Edward Strasser. „Alle drei sind vor über 25 Jahren der SPÖ beigetreten“, heißt es im Impressum. Aber warum gerade jetzt? „Seit Monaten sprechen wir im privaten Kreis darüber, wie wir den Negativtrend unserer Partei stoppen können“, meint Strasser zur „Presse“. Irgendwann komme jeder zum Punkt: Faymann müsse weg. „Irgendjemand muss eben damit anfangen, das auszusprechen, was so viele denken.“ (ib)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2015)

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