Hofburg-Grafiken: Woran die meisten Wähler scheiterten

Im Hofburg-Endergebnis durften 46.800 Wahlkarten nicht berücksichtigt werden. Warum? Weil etwa Tiroler zu spät abstimmten, viele Steirer zu früh, oder so mancher Wiener gar nicht unterschreiben wollte.

Das amtliche Endergebnis der Bundespräsidentenwahl steht offiziell fest. Demnach entfielen auf Alexander Van der Bellen 2.251.517 Stimmen (50,35 Prozent), Norbert Hofer wählten 2.220.654 Personen (49,65 Prozent). Allerdings: Insgesamt durften die Stimmzettel von 46.800 der 806.768 eingelangten Wahlkarten nicht mitgezählt werden. Die "Presse" präsentiert eine Auswahl der Fehler, die sich in diesen Fällen eingeschlichen haben:

Das häufigste Problem war mit 37.065 aufgetretenen Fällen die fehlende Unterschrift (eidesstattliche Erklärung) auf der Wahlkarte. Gleich 8909 Wiener hatten hier Schwierigkeiten.

In 3423 Fällen kam die Wahlkarte ohne das Kuvert, in das der Stimmzettel gehört, an.

108 Personen hatten zwar das richtige Kuvert zur Hand, verklebten die Lasche jedoch so, dass man nicht mehr lesen konnte, von wem die Wahlkarte kam. Die meisten Fehler gab es hier in Niederösterreich, fehlerfrei nahm diese Hürde hingegen das Burgenland.

1082 Österreicher entschlossen sich hingegen dazu, ein anderes und damit ein falsches Kuvert zu verwenden - wobei das östlichste Bundesland hier neuerlich am "glimpflichsten" davon kam: Nur ein Burgenländer griff daneben.

Weitere 2998 Wahlkarten konnten von der Bundeswahlbehörde nicht berücksichtigt werden, da sie vor dem 3. Mai und damit zu früh abgeschickt worden waren. Die meisten Übereifrigen gab es in der Steiermark.

Das Kuvert rechtzeitig abzuschicken machte hingegen nur in vier Bundesländern Probleme - und das auch nicht übermäßig. So kamen nur 65 Stimmen nach dem Wahltag an. Auffällig: Es handelt sich fast ausschließlich um Tiroler.

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