66.178 Asylwerber befinden sich in Grundversorgung

In diesem Jahr wurden bereits knapp 339 Millionen Euro für Asylwerber in Bundesbetreuung aufgewendet - mehr als doppelt so viel wie 2014.

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Symbolbild – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Für Asylwerber in Bundesbetreuung sind im Jahr 2016 bisher (Stichtag 23. September) knapp 339 Millionen Euro aufgewendet worden, mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2014. Per 20. September befanden sich 66.178 Asylwerber in Grundversorgung, das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Team Stronach durch das Innenministerium hervor.

Die Aufwendungen für Asylwerber in Bundesbetreuung betrugen für das Jahr 2014 knapp 144 Millionen Euro und für 2015 fast 246 Millionen Euro. In diesem Jahr waren es bis Ende September rund 339 Millionen Euro. Eine Auswertung nach Bundesländern liegt nicht vor, heißt es in der Beantwortung. Zum Stichtag 30. Dezember 2014 befanden sich österreichweit rund 21.000 Asylwerber in Grundversorgung, ein Jahr später waren es etwa 58.000. Von den 66.178 Personen in Grundversorgung zum Stichtag 20. September 2016 waren sechs im slowakischen Gabcikovo untergebracht.

Krankenversicherung und Taschengeld

Das Team Stronach interessierte sich auch für die Kosten der Krankenversicherung. Demnach wurden für die Asylwerber in Bundesbetreuung im Jahr 2014 knapp 1,8 Millionen Euro und 2015 rund 4,7 Millionen Euro aufgewendet. Heuer waren es bisher (23. September) knapp 3,1 Millionen Euro. Für das Taschengeld der Personen in Bundesbetreuung wurde im Jahr 2014 knapp 670.000 Euro und 2015 rund 1,7 Millionen Euro aufgewendet. Im Jahr 2016 waren es bis Ende September rund 1,6 Millionen Euro.

Die Kosten für die Unterkünfte der Asylwerber in Bundesbetreuung, hierzu zählen etwa Mieten, Energie, Umbaukosten oder technische Prüfungen, beliefen sich im Jahr 2014 auf rund 422.000 Euro, im Vorjahr auf 4,6 Millionen Euro und heuer bis Anfang Oktober auf knapp 9,4 Millionen Euro.

Von Jänner bis Ende August 2016 nahmen insgesamt knapp 3300 Personen eine unterstützte freiwillige Rückkehr in Anspruch. 2014 waren es insgesamt knapp 2000 und im Jahr darauf 3800 Personen. Die Rückkehrhilfe beträgt zwischen 50 und 370 Euro pro Person; bei Pilotprojekten mit bestimmten Staaten beläuft sie sich auf bis zu 500 Euro. Insgesamt wurden heuer in den ersten acht Monaten für Rückkehrhilfen Zahlungen von knapp 540.000 Euro in Rechnung gestellt. Im Jahr 2014 waren es 206.000 Euro und 2015 453.000 Euro.

(APA)

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