Hans Peter Doskozil, der ideale SPÖ-Parteivorsitzende?

192 Seiten beschreiben den Lebensweg des Ministers.

Hans Peter Doskozil als Dreijähriger.
Schließen
Hans Peter Doskozil als Dreijähriger.
Hans Peter Doskozil als Dreijähriger. – (c) Privat

Wien. „Reiner Zufall“ ist es, zumindest laut Hans Peter Doskozil: dass ein Buch über ihn erscheint – ausgerechnet einen Monat vor der Wahl. Und dass er in diesem Buch („Sicherheit neu denken“ von „Kurier“-Journalistin Margaretha Kopeinig) ausnahmslos als Vorzeigepolitiker dargestellt wird. Ein Beispiel? „Er neigt überhaupt nicht zu Eitelkeit. Selbst in aufregenden Situationen bewahrt er innere Gelassenheit.“ Später erfährt man, dass Doskozil am Wochenende den Gästen im Ministerium selbst Kaffee serviert. Das habe noch kein Minister zuvor gemacht.

Man könnte das Buch als Rückblick auf seine vergangenen 47 Lebensjahre lesen. Als ausführliche Abhandlung seiner politischen Visionen. Oder, wie es die Austria Presse Agentur formuliert, über weite Strecken als Hagiografie. In jedem Fall ist es eine Kampfansage: Mit Sicherheit an die politischen Mitbewerber, womöglich auch an den eigenen Parteichef. Immerhin wird Doskozil in dem Buch von Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier als „idealer Parteivorsitzender“ bezeichnet.

Trotzdem – oder gerade deswegen – erhält man einen Einblick in das Leben des Burgenländers: in seine Kindheit im Blumental, seine Jugend in der Disco mit Aufdeckerjournalist Kurt Kuch, die anstrengenden Wochen während der Flüchtlingskrise als Polizeichef und später als Minister. Wie es mit ihm weitergeht? „Prognosen sind äußerst schwierig“, sagt er selbst. „Im Moment passt es.“ (ib)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Meistgekauft
      Kommentar zu Artikel:

      Hans Peter Doskozil, der ideale SPÖ-Parteivorsitzende?

      Schließen

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.