Niederösterreichs FPÖ-Spitzenkandidat kritisiert "Moslem-Mama-Mikl"

Udo Landbauer ortet im Bildungsplan für Kindergärten von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner einen "Islamisierungsauftrag für unsere Kleinsten".

INTERVIEW: MIKL-LEITNER
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INTERVIEW: MIKL-LEITNER
APA/HERBERT PFARRHOFER

Am 28. Jänner wird in Niederösterreich ein neuer Landtag gewählt. Schon jetzt scheint der freiheitliche Spitzenkandidat in Wahlkampflaune zu sein. Zumindest lässt dies eine äußert kritische Presseaussendung von Udo Landbauer vermuten, in der er Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und deren Volkspartei scharf angreift. "Der Bildungsplan für Kindergärten in Niederösterreich beinhaltet den offiziellen Auftrag zur Islamisierung unserer Kleinsten", schreibt Landbauer darin.

Konkret stößt sich der Freiheitliche daran, dass der Plan vorsehe, dass die Kinder "Feste und Feiertage aus verschiedenen Kulturen feiern" bzw. "feiern müssen", wie Landbauer ergänzt. Ein Vater habe sich bereits darüber beschwert, dass sein Kind im Kindergarten auf Türkisch zählen lerne, in einem anderen niederösterreichischen Kindergarten sei indes eine Mitarbeiterin beschäftigt, die einen Niqab trage.

Er sei "fassungslos" darüber, dass sie "von der Mikl-ÖVP mit diesem Multi-Kulti-Wahnsinn zwangsbeglückt" würden. In der Überschrift seiner Aussendung wird Landbauer noch deutlicher: "ÖVP Moslem-Mama-Mikl gibt offiziellen Islamisierungsauftrag für unsere Kleinsten!"

Landes-ÖVP zeigt sich gelassen

In der Parteizentrale der Landes-ÖVP zeigt man sich ob der Anschuldigungen gelassen. Mikl-Leitner sei von den Blauen schon mehrfach als "Moslem-Mama" diffamiert worden, teilte die Volkspartei am Montag dem "Kurier" mit. Und es werde wohl nicht das letzte Mal sein. "Wer sich mit solch niveaulosem Geschrei auseinandersetzt, lässt sich nur von der Arbeit ablenken. Und das kommt für uns nicht infrage", wird ein Sprecher von der Zeitung zitiert.

>>> Bericht im "Kurier"

(Red.)

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