Oberösterreich: Mobile Dienste statt Altenheim

Das Land sucht nach billigeren Alternativen.

Für Menschen mit Beeinträchtigung sollen bis 2021 zusätzliche 400 Wohnplätzen nach dem Chancengleichheitsgesetz geschaffen werden.
Für Menschen mit Beeinträchtigung sollen bis 2021 zusätzliche 400 Wohnplätzen nach dem Chancengleichheitsgesetz geschaffen werden.
Für Menschen mit Beeinträchtigung sollen bis 2021 zusätzliche 400 Wohnplätzen nach dem Chancengleichheitsgesetz geschaffen werden. – (c) Clemens Fabry

Wien. Das Land Oberösterreich will künftig keine zusätzlichen Altenheimplätze mehr errichten – sondern auf alternative Wohnformen und mobile Dienste setzen. Das ist eines der Ergebnisse des nun abgeschlossenen Projektes „Sozialressort 2021+“, das insgesamt 98 Einzelmaßnahmen auflistet.

Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) sprach am Dienstag von einem „Paradigmenwechsel“: Obwohl bis 2025 gut 1500 zusätzliche Pflegeplätze aufgrund der demografischen Entwicklung und weitere 1270 wegen der Abschaffung des Pflegeregresses gebraucht würden, werde man keine zusätzlichen Alten- oder Pflegeheimplätze schaffen. Ohne diese Strategieänderung würden sich die Gesamt-Nettokosten von 246,4 Millionen Euro 2017 auf 427,7 Mio. 2025 erhöhen, rechnete die Landesrätin vor.

 

Sparpaket für Ressort

Für Menschen mit Beeinträchtigung sollen bis 2021 zusätzliche 400 Wohnplätzen nach dem Chancengleichheitsgesetz geschaffen werden. Das Projekt war gestartet worden, um Einsparungen und einen moderaten Ausbau der Angebote unter einen Hut zu bekommen. Der Hintergrund: Das Ressort muss unter anderem 45 Millionen Euro nicht fällige Verwaltungsschulden abbauen. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2018)

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