Der Nationalrat – das tiefe Haus

Die Rufe gegen die Abgeordnete Zadić sorgen für eine neue Debatte über den Ton im Parlament. Deftige Formulierungen von Abgeordneten gab es dort immer wieder.

NATIONALRAT: PLENUM
NATIONALRAT: PLENUM
Auch das Plenum im Zwischennutzungs-Quartier des Parlaments in der Hofburg erlebte schon despektierliche Äußerungen. – APA/HANS PUNZ

Wien. Inzwischen ist klar, wer am Montag die Zwischenrufe während der Rede der Liste-Pilz-Abgeordneten Alma Zadić getätigt hat. „Sie sind nicht in Bosnien! Verwechseln Sie das nicht!“, hatte ÖVP-Mandatar Johann Rädler die bosnischstämmige Abgeordnete wissen lassen, als sie über Österreich als unsicheres Land sprach. „Alma, bei mir bist du sicher!“, rief FPÖ-Mandatar Wolfgang Zanger.

Es ist nicht das erste Mal, dass im Nationalrat wenig respektvolle Äußerungen fallen. Legendär sind etwa die Worte des SPÖ-Nationalratspräsidenten Anton Benya, der die Abgeordneten im Jahr 1980 recht direkt wissen ließ: „Halts die Goschen da unten.“ Benya dachte freilich, sein Mikrofon sei aus.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2018)

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