Junge Grüne wollen 2022 mit linkem Bündnis bei Nationalratswahl antreten

Die ehemaligen Jungen Grünen wollen einen "Beitrag zum Aufbau einer Kraft links der SPÖ" leisten. Flora Petrik ist Bundessprecherin.

Bundesvorstand der Jungen Linken
Bundesvorstand der Jungen Linken
Der Bundesvorstand der Jungen Linken (v. l.): Simon Neuhold, Tanja Reiter, Valentin Winkler, Tobias Kohlberger, Flora Petrik, Sarah Pansy und Miriam Frauenlob – Junge Linke/Kohlberger

Die ehemaligen Jungen Grünen melden sich etwas mehr als ein Jahr nach dem Rauswurf bei den Grünen, der die Öko-Partei damals in eine veritable Krise stürzte, aus der Versenkung zurück. Bei einem Kongress in Linz wurde der Aufbau einer neuen linken Jugendorganisation mit dem Namen Junge Linke beschlossen. Die Gruppe will so "einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass 2022 eine linke Partei in den Nationalrat einzieht". Dazu wolle man ein Bündnis formieren.

Parlamentseinzug als Ziel

"Wir Junge Linke wollen einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer Kraft links der SPÖ leisten", erklärte Flora Petrik, die mit 97 Prozent der Stimmen zur Bundessprecherin gewählt wurde, in einer Aussendung. "Ziel ist es, dass eine linke, soziale Partei ins Parlament einzieht", sagte Petrik, die schon Vorsitzende der Jungen Grünen war und bei der vergangenen Nationalratswahl im Herbst 2017 nach der Trennung von den Grünen ein Wahlbündnis mit den Kommunisten einging.

In den nächsten Monaten will die Junge Linke lokale Strukturen aufbauen und ein Programm erarbeiten. Für Herbst ist eine erste Kampagne gegen die Politik von ÖVP und FPÖ geplant. Petrik: "Die Regierung betreibt auf allen Ebenen unsoziale Politik auf den Rücken der Mehrheit der Bevölkerung. Sie zerschlägt unser Sozialsystem und kümmert sich nur um die Interessen der Reichen und Konzerne. Die SPÖ kann oder will dem offensichtlich nichts entgegensetzen. Deswegen braucht es eine neue politische Kraft, die Druck für soziale Gerechtigkeit macht."

(APA)

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