Meuterei in der Volkspartei?

ÖVP alt gegen ÖVP neu, die in der Sozialpartnerschaft Verankerten gegen die jungen Veränderer: Kann das gut gehen? Und welche Schlüsse lassen sich aus der Ära Schüssel ziehen?

Hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie heute Kurz: Wolfgang Schüssel (mit seiner Frau beim diesjährigen Kanzlerfest).
Hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie heute Kurz: Wolfgang Schüssel (mit seiner Frau beim diesjährigen Kanzlerfest).
Hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie heute Kurz: Wolfgang Schüssel (mit seiner Frau beim diesjährigen Kanzlerfest). – APA/GEORG HOCHMUTH

Die Dirnbergers und Dinkhausers von gestern, das sind die Zangerls und Kapplmüllers von heute. Wem die Namen jetzt nicht unbedingt etwas sagen: Alfred Dirnberger war schwarzer Arbeiterkammer-Vizepräsident in Niederösterreich und machte sich mit wiederholter Kritik an der Regierung Schüssel I einen Namen, 2001 unterstützte er auch die ÖGB-Demo gegen das damalige schwarz-blaue Kabinett. Fritz Dinkhauser war schwarzer Arbeiterkammer-Präsident in Tirol und ebenfalls stets für Sager gegen die Regierung und die Bundespartei gut: „Aussi aus die Stauden!“ richtete er dieser etwa aus.

Erwin Zangerl ist Dinkhausers Nachfolger als Tiroler Arbeiterkammer-Präsident. Auch er ein Schwarzer – und Kanzler-Kurz-Kritiker der ersten Stunde. Hinzu gesellte sich diese Woche der Chef der VP-Gewerkschafter bei den Metallern, Karl Kapplmüller, der via „Presse“ seinen Austritt aus dem ÖAAB, dem Arbeitnehmerbund der Volkspartei, ankündigte.

Ist das alles nur der Aufstand der „siebenten Zwerge von links“ (so Andreas Khol seinerzeit über Dinkhauser)?

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2018)

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