Pamela Rendi-Wagner: Von der Tropenmedizinerin zur SPÖ-Chefin

Anfang 2017 war die 47-Jährige noch nicht einmal Parteimitglied der SPÖ - dann wurde sie Gesundheitsministerin. Aktuell sitzt sie im Nationalrat - und wird auch an der Parteispitze Platz nehmen.

Pamela Rendi-Wagner wurde schon vieles zugetraut: als Wiener Gesundheitsstadträtin, als Bürgermeisterin der Hauptstadt sowie als rote Bundesgeschäftsführerin war sie im Gespräch. Als „Zukunftshoffnung“, als „Shooting-Star“ wurde die politische Quereinsteigerin gelobt – nun erklimmt sie die rote Parteispitze: Die 47-Jährige tritt die Nachfolge von Christian Kern an.

APA/GEORG HOCHMUTH

Schon einmal legte Joy Pamela Rendi-Wagner, so der vollständige Name der Wienerin, einen (politischen) Karrieresprung hin: Nach dem Tod von Gesundheits- und Frauenministerin Sabine Oberhauser im Februar 2017 übernahm die Sektionschefin spontan beide Ressorts. Und wurde überhaupt erst SPÖ-Mitglied.

Die Presse

Von der Partei wurde die Mutter zweier Töchter, die Karriere als Tropenmedizinerin gemacht hat, fortan als "Vorbild für viele Frauen" in Szene gesetzt – insbesondere im Wahlkampf 2017, als sie auf Listenplatz zwei rangierte.

Bild: Rendi-Wagner, Kern und der damalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler

APA/HANS KLAUS TECHT

Bevor Rendi-Wagner das politische Parkett betrat, promovierte sie an der Medizinischen Universität Wien und absolvierte in London ihre Facharztausbildung. Sie gilt als Expertin für Impf-Prävention, Reisemedizin und Infektionsepidemiologie und arbeitete über zehn Jahre wissenschaftlich am Institut für Tropenmedizin der Medizinischen Uni Wien.

Dort etablierte sie als Projektleiterin ein Netzwerk zur flächendeckenden epidemiologischen Überwachung wichtiger Infektionskrankheiten. Dass das empfohlene Intervall für die Zeckenschutzimpfung von drei auf fünf Jahre hinaufgesetzt wurde, ist eines der Ergebnisse von Rendi-Wagners Impf-Forschungen. 2008 habilitierte sie zum Thema Prävention durch Impfschutz.

Die Presse

Danach verbrachte die zweifache Mutter einige Jahre in Israel, wo sie als Gastprofessorin an der Universität Tel Aviv wirkte. Mit 1. März 2011 wurde Rendi-Wagner, die Mitglied im Bund sozialdemokratischer Akademiker (BSA) ist, vom damaligen Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) als Leiterin der Sektion III für den Öffentlichen Gesundheitsdienst und medizinische Angelegenheiten sowie als Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit in sein Ressort geholt.

In dieser Funktion wurde sie bald als Krisenmanagerin bekannt: So trat sie etwa im Fernsehen auf, um nach dem Atomunfall in Fukushima, bei Virusinfektionen oder über Impfungen zu informieren. 

APA/GEORG HOCHMUTH

Federführend war Rendi-Wagner als Sektionschefin bei der Erarbeitung der Rahmen-Gesundheitsziele.

Von der "Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich" der Wirtschaftskammer wurde sie im November 2015 zur Gesundheitsmanagerin des Monats gewählt.

APA/HERBERT NEUBAUER

Zur Person

Pamela Rendi-Wagner, geboren am 7. Mai 1971 in Wien, verheiratet mit dem Diplomaten Michael Rendi, der außerdem Kabinettschef von SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda im Bundeskanzleramt war.

Rendi-Wagner hat zwei Töchter, 1996 Promotion an der Medizinischen Universität Wien, Facharztausbildung in London, wissenschaftliche Arbeit am Institut für Tropenmedizin der Med-Uni Wien, 2008 Habilitation, Gastprofessur an der Universität Tel Aviv, ab 1. März 2011 Sektionschefin und Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium.

Vom 8. März 2017 bis zum 18. Dezember 2017 Gesundheitsministerin, seit 9. November 2017 Nationalratsabgeordnete.

APA/ROBERT JAEGER
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Pamela Rendi-Wagner wurde schon vieles zugetraut: als Wiener Gesundheitsstadträtin, als Bürgermeisterin der Hauptstadt sowie als rote Bundesgeschäftsführerin war sie im Gespräch. Als „Zukunftshoffnung“, als „Shooting-Star“ wurde die politische Quereinsteigerin gelobt – nun erklimmt sie die rote Parteispitze: Die 47-Jährige tritt die Nachfolge von Christian Kern an.

APA/GEORG HOCHMUTH

Schon einmal legte Joy Pamela Rendi-Wagner, so der vollständige Name der Wienerin, einen (politischen) Karrieresprung hin: Nach dem Tod von Gesundheits- und Frauenministerin Sabine Oberhauser im Februar 2017 übernahm die Sektionschefin spontan beide Ressorts. Und wurde überhaupt erst SPÖ-Mitglied.

Die Presse

Von der Partei wurde die Mutter zweier Töchter, die Karriere als Tropenmedizinerin gemacht hat, fortan als "Vorbild für viele Frauen" in Szene gesetzt – insbesondere im Wahlkampf 2017, als sie auf Listenplatz zwei rangierte.

Bild: Rendi-Wagner, Kern und der damalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler

APA/HANS KLAUS TECHT

Bevor Rendi-Wagner das politische Parkett betrat, promovierte sie an der Medizinischen Universität Wien und absolvierte in London ihre Facharztausbildung. Sie gilt als Expertin für Impf-Prävention, Reisemedizin und Infektionsepidemiologie und arbeitete über zehn Jahre wissenschaftlich am Institut für Tropenmedizin der Medizinischen Uni Wien.

Dort etablierte sie als Projektleiterin ein Netzwerk zur flächendeckenden epidemiologischen Überwachung wichtiger Infektionskrankheiten. Dass das empfohlene Intervall für die Zeckenschutzimpfung von drei auf fünf Jahre hinaufgesetzt wurde, ist eines der Ergebnisse von Rendi-Wagners Impf-Forschungen. 2008 habilitierte sie zum Thema Prävention durch Impfschutz.

Die Presse

Danach verbrachte die zweifache Mutter einige Jahre in Israel, wo sie als Gastprofessorin an der Universität Tel Aviv wirkte. Mit 1. März 2011 wurde Rendi-Wagner, die Mitglied im Bund sozialdemokratischer Akademiker (BSA) ist, vom damaligen Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) als Leiterin der Sektion III für den Öffentlichen Gesundheitsdienst und medizinische Angelegenheiten sowie als Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit in sein Ressort geholt.

In dieser Funktion wurde sie bald als Krisenmanagerin bekannt: So trat sie etwa im Fernsehen auf, um nach dem Atomunfall in Fukushima, bei Virusinfektionen oder über Impfungen zu informieren. 

APA/GEORG HOCHMUTH

Federführend war Rendi-Wagner als Sektionschefin bei der Erarbeitung der Rahmen-Gesundheitsziele.

Von der "Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich" der Wirtschaftskammer wurde sie im November 2015 zur Gesundheitsmanagerin des Monats gewählt.

APA/HERBERT NEUBAUER

Zur Person

Pamela Rendi-Wagner, geboren am 7. Mai 1971 in Wien, verheiratet mit dem Diplomaten Michael Rendi, der außerdem Kabinettschef von SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda im Bundeskanzleramt war.

Rendi-Wagner hat zwei Töchter, 1996 Promotion an der Medizinischen Universität Wien, Facharztausbildung in London, wissenschaftliche Arbeit am Institut für Tropenmedizin der Med-Uni Wien, 2008 Habilitation, Gastprofessur an der Universität Tel Aviv, ab 1. März 2011 Sektionschefin und Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium.

Vom 8. März 2017 bis zum 18. Dezember 2017 Gesundheitsministerin, seit 9. November 2017 Nationalratsabgeordnete.

APA/ROBERT JAEGER