Wie der blaue Papamonat geboren wurde

Kulissengespräche War der Vorstoß von Beate Hartinger-Klein doch mit der ÖVP abgestimmt? Es gibt zwei Versionen der Geschichte.

NATIONALRAT: HARTINGER-KLEIN
NATIONALRAT: HARTINGER-KLEIN
Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) – APA/GEORG HOCHMUTH

In der ÖVP ist man schon etwas abgehärtet, wenn es um neue Vorstöße der Sozialministerin geht: „Es ist halt die Hartinger-Klein“, heißt es aus der Partei. Es sei ja nicht das erste Mal, dass sie ihre Ankündigungen korrigieren musste. In diesem Fall geht es um den Papamonat, also eine kurze berufliche Auszeit für Väter nach der Geburt: Beate Hartinger-Klein hatte in der ORF-„Pressestunde“ einen Rechtsanspruch nicht nur gefordert, sondern angekündigt. Noch in diesem Jahr würde er kommen, sagte sie. Mit dem Koalitionspartner sei der Plan besprochen. Der Koalitionspartner, also die ÖVP, sah das etwas anders: Sowohl in der Parteizentrale als auch im Familienministerium von Juliane Bogner-Strauß reagierte man überrascht. Man wollte dem Vorhaben nicht zustimmen, sondern in Ruhe darüber diskutieren.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.02.2019)

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