Liste Jetzt geht mit Peter Pilz als Spitzenkandidaten in NR-Wahl

Parteichefin Maria Stern kandidiert auf Platz Zwei. Der „wilde“ Abgeordnete Dönmez lieferte die für den Antritt zur Wahl nötige Unterschrift.

NR-WAHL: LISTENERSTELLUNG JETZT - LISTE PILZ: STERN / PILZ / HOLZINGER-VOGTENHUBER
NR-WAHL: LISTENERSTELLUNG JETZT - LISTE PILZ: STERN / PILZ / HOLZINGER-VOGTENHUBER
Peter Pilz von der Liste Jetzt mit Maria Stern (l.) und Daniela Holzinger – APA/HERBERT NEUBAUER

Die Liste Jetzt tritt definitiv bei der Nationalratswahl im Herbst an. Dabei will es Parteigründer Peter Pilz noch einmal wissen und wird abermals Spitzenkandidat. Hinter ihm steht auf der Bundesliste Parteichefin Maria Stern, gefolgt von der Abgeordneten Daniela Holzinger und Verwaltungsjuristin Susanne Giendl. Auf Platz Fünf kandidiert als politischer Quereinsteiger Tierschützer Martin Balluch. Als Wahlkampfbudget nannte Pilz rund 300.000 Euro.

Pilz ist fest davon überzeugt, dass er trotz gegenteiliger Umfragewerte mit seiner Liste Jetzt wieder in den Nationalrat einzieht. Man werde kämpfen "und wenn wir kämpfen tun wir es deshalb, um zu gewinnen", sagte er am Samstag bei der Präsentation der ersten fünf Listenplätze. Es müsse nämlich eine Parlamentspartei geben, wo mit Sicherheit nicht (ÖVP-Chef Sebastian, Anm.) Kurz drinnen ist.

Sollte es, wie es aussehe, nach der Wahl eine türkis-grün-pinke Regierung geben, wolle man nicht, dass es nur eine blaue Oppositionspartei gibt - "denn die Sozialdemokraten sind genetisch oppositionsunfähig", so Pilz. Jetzt werde weiterhin eine kompromisslose Kontrolle und Transparenz im Hohen Haus einfordern und der "Stachel im türkisen Sitzfleisch sein", lautete die Kampfansage von Holzinger, die auf Platz drei kandidiert.

Dönmez liefert Unterschrift

Der "wilde" Abgeordnete Efgani Dönmez hat der Liste Jetzt die für den Antritt bei der Nationalratswahl notwendige dritte Unterschrift geliefert. Das sagte Pilz in einer Pressekonferenz. Eine Unterstützung seiner Klubkollegen sei daher nicht nötig.

Die derzeitigen Klubchefs Wolfgang Zinggl und Bruno Rossmann, sowie die Abgeordneten Alfred Noll, Alma Zadic und Stephanie Cox hatten Anfang Juli bekannt gegeben, dass sie nicht mehr für Jetzt kandidieren werden. Dabei hatten einige davon nicht ausgeschlossen, den abermaligen Antritt bei der Nationalratswahl zumindest per Unterschrift - zwei stammen von Pilz und Holzinger - zu unterstützen. Die Unterschriften von drei Mandataren sind nötig, um nicht Unterstützungserklärungen sammeln zu müssen.

Zinggl zeigt sich verwundert

Zinggl und Rossmann hatten ihre Unterschrift jedoch von den auf der Liste kandidierenden Personen abhängig gemacht. Fünf gab Pilz nach der Mitgliederversammlung am Samstag bekannt - mehr aber nicht. Weitere Kandidaten werde man in den kommenden Tagen präsentieren, kündigte er an. Dies verwunderte etwa Zinggl. Wäre eine vollständige Liste präsentiert worden, hätte man über eine Unterschrift sprechen können.

Dies ist nun nicht mehr nötig. "Wir haben bereits die drei Unterschriften", gab er am Samstag bekannt. Dönmez, der einst von den grünen zur ÖVP gewechselt war, dann allerdings aus dem Klub ausgeschlossen wurde, habe nach einem Telefonat sofort zugesagt. Ein Mandat oder eine Funktion bei Jetztsei ihm aber dafür nicht versprochen worden, beteuerte Pilz. Man kenne einander lediglich aus der gemeinsamen Zeit bei den Grünen.

 

 

(APA)

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