Häupl: „Bei der Anpatzerei bleibt was picken“

Der Wiener Bürgermeister fürchtet einen Schaden für die SPÖ.

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Wiens Bürgermeister Michael Häupl.
Wiens Bürgermeister Michael Häupl. – (c) APA/GEORG HOCHMUTH

Wien. Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zeigt sich am Mittwoch einmal mehr unglücklich über die Causa Silberstein. „Dass bei der Anpatzerei irgendwas picken bleibt, ist ja gar keine Frage. Das ist ja offensichtlich auch der Sinn der Sache“, sagte der Stadtchef am Mittwoch am Rande eines Medientermins: „Der Schaden liegt nahezu ausschließlich bei der SPÖ.“

Der Wiener SPÖ-Vorsitzende meinte, die Roten könnten jetzt im Wahlkampf nur darauf aufmerksam machen, „dass das eine von niemanden von uns gewünschte Situation ist“. Außerdem werde am 15. Oktober nicht darüber entschieden, „wer irgendwo eine depperte Facebook-Seite gemacht hat, sondern über die Zukunft Österreichs“. „Wenn jemand meint, er muss sich von diesen Emotionen leiten lassen und damit zulässt, dass es eine schwarz-blaue Regierung gibt, dann ist es als Demokrat zur Kenntnis zu nehmen – aber: selber schuld“, warnte Häupl.

 

Staatsanwaltschaft einschalten

Abgesehen davon betonte der Bürgermeister die Notwendigkeit, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Denn es seien noch „eine Menge Dinge“ zu klären: „Ich fürchte, das wird über die Möglichkeiten der Taskforce hinausgehen“, sagte Häupl. Die SPÖ hat ja eine interne Gruppe rund um den interimistischen Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter eingesetzt, die die Causa klären soll.

Für ihn sei jedenfalls immer noch nicht geklärt, ob nicht auch der politische Gegner die Hände in der Silberstein-Affäre im Spiel gehabt habe, meinte der Wiener Bürgermeister. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2017)

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