Elisabeth Blanik: Bürgermeisterin holt SPÖ aus dem Stimmenkeller

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Elisabeth Blanik hat sich eine große Aufgabe aufgebürdet: Sie wollte Tiroler SPÖ aus dem sprichwörtlichen Tal der Tränen holen. Konkret: die Partei vom historischen Tiefststand (bei der Landtagswahl 2013 gab es nur 13,72 Prozent) wegzubringen.

In anderen Worten: eine Herkulesaufgabe, die der Lienzer Bürgermeisterin gelang. Die SPÖ blieb zweite Kraft in Tirol. Blanik und ihr Team gewannen über dreieinhalb Prozent dazu.

APA/EXPA/JFK
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Die Aufgabe "Stärker werden" war von Wahlkampfbeginn an eine schwierige. Denn die 52-jährige Spitzenkandidatin bekam sogleich parteiinternen Druck aufgeladen: Ihr ehrgeiziger Listenzweiter Georg Dornauer meinte bekanntlich, dass es ein "25 Prozent-Potenzial der SPÖ" bei der Landtagswahl gebe. Blanik reagierte: mit einem Lächeln und unermüdlichem Wahlkämpfen.

APA/EXPA/JAKOB GRUBER
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Ihre Strebsamkeit gilt überhaupt als Blaniks Markenzeichen: Seit sie die SPÖ im Oktober 2016 von Ingo Mayr übernommen hat, war die studierte Architektin geradezu im Dauerwahlkampf.

Ihr Fachwissen und ihre rhetorische Versiertheit hatte sie zuvor bereits im politischen Alltag prüfen können: 2011 gelang es ihr, das schwarze Lienz im noch schwärzeren Osttirol rot "umzufärben" - und 2016 wiedergewählt zu werden.

APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Die politischen Anfänge der Osttirolerin waren hingegen alles andere als einfach: Unmittelbar nach ihrem Aufstieg zur SPÖ-Chefin leistete sie sich in den Augen vieler politischer Beobachter einen Schnitzer - indem sie nämlich für sich ausschloss, selbst ein Amt in einer Landesregierung zu bekleiden. Im Laufe des Wahlkampfes wurde ihr der Patzer offenkundig bewusst: Zuletzt hielt sie sich die Übernahme eines Regierungsamtes zumindest offen.

APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Eckdaten

Elisabeth Blanik wurde am 30. Jänner 1966 in Lienz geboren. Die Mutter zweier Kinder lebt in einer Lebensgemeinschaft. Die Osttirolerin studierte an der Technischen Universität in Wien Architektur. Im Anschluss an das Studium übte sie viele Jahre den Beruf als Architektin aus. 2003 zog sie für die SPÖ in den Landtag ein. Von 2004 bis 2011 bekleidete sie das Amt der Vizebürgermeisterin in Lienz, ehe sie bei der Gemeinderatswahl 2011 den Bürgermeistersessel eroberte, den sie bis heute - nach der "Wiederwahl" 2016 innehat. Im Oktober 2016 löste sie Ingo Mayr an der Spitze der Tiroler SPÖ ab.

APA/EXPA/JOHANN GRODER
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