Start-up-Steckbrief: Artificial Intelligence unter dem Mikroskop

A.I. kann schon viel, mittlerweile auch mikrosopische Bilder analysieren. KML Vision bietet dieses Service in der Cloud an und holt sich den 2. Platz in der Kategorie Technologie beim i2b-Businesswettbewerb.

Pixabay

Ist die eine Zelle wie die andere? Was bisher mühsame Analyse mit dem Mikroskop war, möchte das Start-up KML Vision mittels Artifical Intelligence automatisieren. Es gewann den 2. Platz beim i2b-Businesswettbewerb in der Kategorie Technologie.

Die Idee

KML Vision entwickelt eine Cloud-Plattform zur automatischen Bildanalyse mit Artificial Intelligence. „Damit kann die mühevolle Durchsicht großer Bilddatenmengen, die größtenteils immer noch durch Menschen passiert, durch schnelle, reproduzierbare Verfahren ersetzt werden", erklärt einer der Gründer, Philipp Kainz. Das Start-Up will damit vor allem Life Science Unternehmen und Forschungseinrichtungen ansprechen, die große Zahlen an biologischen Proben mittels Mikroskopie untersuchen. „Unsere Kunden zahlen pro analysierten Bild oder einen monatlichen Betrag für ein gewisses Kontingent", schildert Co-Gründer Michael Mayrhofer. Zusätzlich biete die Plattform eine Schnittstelle, mit der die Analysen einfacher in Software und Produkte anderer Unternehmen integriert werden können.

Das Besondere

Die online verfügbare Artificial Intelligence sei das Bemerkenswerte an der Idee von KML Vision. „Sie bietet die Möglichkeit, unzählige Bilder beliebiger Größe in kürzester Zeit vollautomatisch zu untersuchen", sagt Kainz stolz.

Die größte Hürde

Beide Gründer sind Wissenschafter, Kainz promovierte in Medzinische Wissenschaft und Mayrhofer in Technischer Physik und Medzinische Wissenschaft. Eine der größten Hürden war der Umstieg aus der akademischen Forschung in die Geschäftswelt, geben die beiden zu. „Nun können wir uns nicht mehr nur auf das Produkt fokussieren, sondern müssen den Blick auch auf den Markt richten", erklärt Mayrhofer.

Das schönste Erlebnis

Es sei immer wieder erstaunlich festzustellen, welche unglaubliche Menge an digitalen Bildern manuell untersucht werden, erzählt Kainz. Frauen und Männer würden sich täglich mühevoll tausende Bilder ansehen, „bis sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen können.” Für Mayrhofer und Kainz ist klar: Der schönste Moment trete immer dann auf, wenn ihren Kunden klar wird, wie gut ihre Lösung funktioniert und dass sie sich dadurch wieder mit abwechslungsreicheren und erfüllenderen Aufgaben auseinandersetzen können.

Das nächste Ziel

Zurzeit testet KML Vision ihren Prototyp direkt am Markt zusammen mit mehreren Pilotkunden. Mitte 2018 soll die Plattform online gehen und die Artificial Intelligence weltweit zur Verfügung stehen.

Philipp Kainz und Michael Mayrhofer-Reinhartshuber von KML Vision. –

Kontakt

KML vision OG
Obere Teichstraße 15d/11
8010 Graz

Geschäftsführung und Kontaktdaten:

Philipp Kainz, Michael Mayrhofer-Reinhartshuber
office@kmlvision.com
www.kmlvision.com

 

Der Start-up-Steckbrief ist eine Kooperation mit I2B Businessplan Wettbewerb.

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