Böse Bewerbungsfragen: "Wenn Sie morgens in den Spiegel sehen...

...sehen Sie eine Maus oder einen Löwen?" Serie, Teil 7. Wir klären jeden Werktag die Antwort auf eine Frage, die im Vorstellungsgespräch ziemlich heikel sein kann.

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Maus oder Löwe. Auf den ersten Blick wirkt die Antwort auf diese Frage offensichtlich. Einen Löwen, einen Jäger, der viel erreichen will. Keine Maus, die klein und unbedeutend ist. Aber stimmt das wirklich?

Der Personaler fragt: "Wenn Sie morgens in den Spiegel sehen, sehen Sie eine Maus oder einen Löwen?"

Beste Antwort: "Weder noch. Ich sehe am ehesten einen Delfin. Schnell, dynamisch, aber freundlich und beliebt."

"Die Presse"-Personalchef Thomas Remes erklärt: Gehen wir mal tief in die Tierpsychologie. Löwen sind Raubtiere, ihnen wird Stärke, Selbstbewusstsein und Mut nachgesagt. Die häufige Wahl von Menschen mit Führungsanspruch. Will man das allerdings negativ interpretieren, könnte Ihnen auch zu hohes Machtbestreben und Eigensinn vorgeworfen werden. Einer Biene wird Fleiß nachgesagt, ein Elefant ist geduldig und ausdauernd. Eine Maus wird oft als schüchtern und klein angesehen, aber dafür ist sie flink und versiert.

Welches das richtige Tier ist, kommt auf Ihren Charakter an - das wichtigste bei Ihrer Antwort: Sie müssen eine gute Begründung für das gewählte Tier vorweisen können, dann können Sie meinetwegen auch eine Ameise darstellen. Weiterer Tipp: Beschäftigen Sie sich mit der Unternehmenskultur, wird dort eher ein Kandidat mit Führungsaspirationen gesucht oder jemand, der sich gerne unterordnet?

Morgen: Ihre Kundenorientierung auf dem Prüfstand.

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