Das große Ringen um die Laboranten

Die Pharmabranche kämpft um Mitarbeiter. Nur in den Apotheken ist es anders.

Die Presse

Der oft beklagte Fachkräftemangel macht auch vor der pharmazeutischen Industrie nicht halt. Konzerne streiten sich um gut ausgebildete Mitarbeiter. Platz für Nichtakademiker gibt es nur in Produktion und Labor, aber auch hier ist der Bedarf der Unternehmen größer als das Angebot. Dabei sind HTLer oft umkämpfter als FH-Absolventen.

Der österreichische Pharmabetrieb Croma wirbt zum Beispiel aktiv an Schulen wie der HTL Rosensteingasse um künftige Mitarbeiter. Der Engpass sorgt aber auch dafür, dass Nichtakademiker besser bezahlt werden, was gute HTL-Absolventen teuer macht. Von den knapp 300 Mitarbeitern bei Croma sind rund ein Fünftel Nichtakademiker. Nur zwei davon sind Lehrlinge, einer im IT-Bereich, einer im Qualitätsmanagement. Der Trend geht weg davon, Mitarbeiter im eigenen Betrieb auszubilden, denn nur wenige große Konzerne können mit dem breiten Angebot an HTL oder FH mithalten.

Umgekehrt ist die Situation in den Apotheken: Die Lehre zum pharmazeutisch-kaufmännischen Assistenten ist begehrt, heißt es vom Apothekerverband. Betriebe müssten sogar Interessenten zurückweisen. Flexible Arbeitszeiten sind dabei für junge Frauen besonders attraktiv. (sr)


[PD3GW]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.04.2019)

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