Fortbildung: Harvard at Home

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MOOC ist erstmal ein seltsames Wort, mit dem man so nicht viel anfangen kann. Stehen tut es als Akronym für "Massive Open Online Course" und meint Online-Kurse, die leicht für jeden überall zugänglich sind. Nachdem sich viele selbst Zuhause am Laptop das Coden beibringen, gibt es hier einen Überblick der wichtigsten Plattformen für Online-Kurse.

(c) Pixabay
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Edx

Viele träumen vom Studium an Harvard, MIT und Berkeley. Für jene, die weder Ressourcen noch den passenden Notenschnitt haben, um sich den Traum erfüllen zu können, gibt es hier die abgespeckte Version. Edx ist eine Plattform mit breitem Online-Kursangebot, die aus einer Kolaboration zwischen MIT, Harvard, Berkeley und anderen Partnern entstanden ist. Die Themen der Kurse reichen von Sprachen und Psychologie über Computer Science und Biologie bis hin zu Marketing und Chemie. Das gesamte Angebot ist kostenlos und Kurse sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.

edx.org
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Canvas

Wer dann doch von Harvard-Kursen ein wenig eingeschüchtert ist, kann es stattdessen bei Canvas versuchen. Das Prinzip ist ähnlich wie bei edx, nur dass diese Plattform von mehreren verschiedenen und weniger elitären Universitäten gefüttert wird. Das Angebot ist auch gratis und etwas zugänglicher. Kurse sind in verschiedenen Sprachen erhältlich.

canvas.net
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Khan-Academy

Wenig profitorientiert ist auch die Khan-Academy: Es handelt sich um eine auf Spenden basierende, gemeinnützige Plattform, die Lernvideos- und Material gratis weltweit zur Verfügung stellt. Freiwillig kann man sich auch als Lehrer anmelden und selbst Lehrvideos gestalten. Das Angebot ist nicht ganz so umfangreich und besonders für jüngere Menschen und Schüler interessant, dafür aber in mehreren Sprachen erhältlich.

khanacademy.org
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iMoox

Wer auf dem heimischen Markt Vergleichbares sucht, wird in Graz fündig: die Karl-Franzens Universität hat dort zusammen mit der Technischen Uni die Plattform iMoox ins Leben gerufen, die erste und bisher einzige MOOC-Plattform in Österreich. Das Angebot ist eklektisch und reicht über alle möglichen Themen, von Coding über Klettern bis hin zum Einsatz von humanoiden Robotern in der Bildung.

imoox.at
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Coursera

Angefangen hat es mit der renommierten Universität Stanford in den USA. Dort dachten sich zwei Informatikprofessoren 2012: Wissen soll man teilen. Darauf gründeten sie die Plattform Coursera, die kostenlose Online-Kurse anbietet. Gestaltet werden die Kurse von zahlreichen Partneruniversitäten auf der ganzen Welt wie der Technischen Universität und der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Die Kurse selbst sind kostenlos, Zertifikate kann man entgeltlich erwerben. Der Themenkatalog ist breit, beinhaltet unter anderem Wirtschaft, Informatik oder Sozialwissenschaften. Viele der Kurse sind untertitelt, manche auch in anderen Sprachen erhältlich.

coursera.com
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Udacity

Ebenfalls in Stanford entstanden ist die Online-Universität Udacity. Die Plattform ist mittlerweile in mehr als 100 Ländern etabliert. Im Angebot stehen viele kostenlose Kurse. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, in verschiedenen Disziplinen einen "Nanodegree" abzuschließen, der rund 200 Euro im Monat kostet. Dabei wird man von Tutoren betreut und erhält eine Art Abschluss. Besonderes Augenmerk liegt auf Tech-Know-How.

 

 

udacity.com
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Future Learn

Ähnlich aufgebaut ist auch die Plattform Future Learn. Verschiedene Universitäten füttern die Website mit Kursen. Manche davon lassen sich sogar an herkömmlichen Universitäten anrechnen. Kurze Kurse, tiefergehende Kurse und ganze Online-Abschlüsse lassen sich hier machen.  Die Themen sind sehr breit aufgestellt, die Sprache ist Englisch und die meisten der Angebote sind kostenpflichtig.

futurelearn
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Codeacademy

Die Sprachen des 21. Jahrhunderts haben jene des vorigen überholt: Statt Französisch, Russisch oder Englisch lernt man lieber CSS, Javascript und Python. Auf der Plattform Codeacademy übt man sich in diesen und weiteren Programmiersprachen, lernt Coding, Web Development und Data Science. Manche Basis-Angebote sind kostenfrei, Inhalte für Fortgeschrittene kostenpflichtig.

Achtung: Sattelfestes Englisch ist ein Muss.

codeacademy.com
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Skillshare

Skillshare ist ein virtueller Marktplatz für Talente: Jeder kann Lehrer werden, jeder Schüler sein. Für einen monatlichen Mitgliedsbeitrag kann man die Tutorials und Kurse ansehen, die von Privatpersonen und Menschen aus der Berufspraxis angeboten werden. Thematisch reicht das Spektrum von Anleitungen zur Verwendung von Wasserfarben bis zur Gestaltung von Videospielen, wobei Lifestyle-Themen überwiegen. Vor allem für jene interessant, die sich mit den eigenen Talenten etwas dazuverdienen wollen oder ihre Fähigkeiten hobbymäßig ausbauen wollen. Ein gutes Englisch-Niveau ist Voraussetzung.

skillshare.com
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Udemy

Die Auswahl auf Udemy ist besonders umfangreich und umspannt damit auch verschiedene Themenfelder. Auch Privatpersonen können Kurse anbieten, deshalb schwanken Qualität und Preis je nach Kurs. Ein User-Bewertungssystem hilft bei der Auswahl guter Kurse. Angebote gibt es in verschiedenen Sprachen. 

udemy.com
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Masterclass

Wem Prominenz ein besonderes Anliegen ist, wird auf masterclass.com fündig. Dort gibt Gordon Ramsay einen Kochkurs, Natalie Portman unterrichtet Schauspiel, Timbaland Musikproduktion, Annie Leibovitz Fotografie und David Lynch Film. Besonders die kreativen Branchen sind stark vertreten, die Videos aufwendig produziert und die Lehrer charismatisch. Dementsprechend auch der Preis: 200 Euro kostet der Jahresbeitrag, Englisch ist ein Muss.

masterclass.com
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Treehouse

Online den Tech-Abschluss um rund 170 Euro im Monat? Auf Treehouse.com ist das möglich. Der Fokus liegt hier stark auf digitalen Fähigkeiten. zwischen drei und elf Monate dauern die Online-Kurse mit Abschluss. Zur Auswahl stehen Python Web Development, Full Stack Java Script, UX Design und einige mehr. Alternativ dazu gibt es die monatliche Mitgliedschaft um rund 20 Euro, die Zugang zu vielen einzelnen Kursen ermöglicht.

treehouse.com
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CreativeLive

Für Kreativbegeisterte bietet CreativeLive von Chase Jarvis möglicherweise das richtige Angebot. Angeboten werden Kurse für Fotografie, Design, Songwriting und Tools wie Photoshop und Indesign. Einige der Videos sind kostenfrei, für andere muss man bezahlen. Je nach Umfang kosten Kurse zwischen 75 Euro (Vlog like a Boss: How to Kill It Online With Video) und 280 Euro (The 4-Hour Life With Tim Ferriss).

CreativeLive.com
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Open University

Die englische Open University ist eine der ältesten Einrichtungen, an denen man ein Fernstudium absolvieren kann - seit 50 Jahren gibt es sie schon. Hier sind die Studenten nicht ganz auf sich alleine gestellt, sondern werden von einem Tutor begleitet. Im Studium selbst gibt es neben klassischen Skripten auch audiovisuelle Lehrveranstaltungen und andere multimediale Inhalte. Die Angebote reichen von Bachelor- über Master- bis hin zu PhD-Studien und MBA-Programmen aus so gut wie allen Bereichen. Je nach Studiengang liegen die Kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Die Kurse sind ausschließlich in Englisch, Studierende müssen aber keine Sprachzertifikate nachweisen.

Open University
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Austrian School of Applied Studies (ASAS)

Der österreichische Anbieter von Online-Studien arbeitet mit dem Austrian Institute of Management (Tochter von FH Burgenland) und der Allensbach Hochschule Konstanz zusammen, die auch die ECTS vergeben und die akademischen Grade verleihen. Lernen funktioniert hier mit Texten, Video- und Audiovorträgen. Die Prüfungen kann man entweder in Eisenstadt oder Wels ablegen, oder ebenfalls online machen - ein Video- und Audiomitschnitt verhindert Schummeln. ASAS bietet Zertifikatskurse, Diplom- und Expertenlehrgänge sowie Kontaktstudien und MBA-Programme. Die Preise liegen zwischen 400 Euro für einen Zertifikatskurs und 8900 Euro für einen MBA.

ASAS
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