Ganz analog netzwerken

Warum Get-togethers zu Kurzschlüssen führen.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Natürlich könnten die p.t. Gäste ganz einfach zu einem Zusammenkommen zusammenkommen. Doch das klingt bei weitem nicht so weltgewandt wie bei einem Get-together (natürlich After-Work) zu meeten.

Diese Get-togethers pflegen dann entweder „entspannt“ oder doch „kritisch-konstruktiv“ angelegt zu sein – je nachdem, in welchem Kontext sie stattfinden. Letztendlich aber treffen einander Menschen, von denen die eine Hälfte keine Lust auf das Get-together hat. Die andere Hälfte, so schrieb ein Kollege einmal, betrinke sich und feiere die eigene Großartigkeit.

Gerne werden Get-togethers zum Netzwerken genutzt. Ganz analog. Ganz ohne Facebook und die anderen sogenannten sozialen Netzwerke. Darum sprechen manche Get-together-Experten auch von Socialisen. Outdoor-Begeisterte bilden Seilschaften und die besonders Technikaffinen beschließen gleich, sich kurzzuschließen. Da sage noch jemand, ein Get-together sei harmlos und ungefährlich: Bei einem Kurzschluss können ordentlich die Funken sprühen. Gar nicht davon zu reden, was bei Kurzschlusshandlungen alles herauskommen kann.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2015)

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