Bienchen, summ herum

Sprechblase. Warum „befruchten“ nicht wahnsinnig sexy ist.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Das waren noch Zeiten, als mit Bienchen und Blümchen erklärt wurde, wie das mit dem Befruchten funktioniert.


Längst ist das Befruchten kein Privileg des Sexuellen mehr. Vielmehr hat sich der Begriff in die Businesssprache fortgepflanzt. (Vermutlich, weil es in Unternehmen so geschäftig zugeht wie in Bienenstöcken.)
Die Automobilindustrie, ließ ein deutscher Autobauer wissen, lasse sich angesichts gewaltiger Umbrüche von anderen Branchen befruchten. Ein Wiener Fußballklub freute sich, dass das Verhältnis zum und mit dem neuen Geschäftsführer ein befruchtendes sei. In der Start-up-Szene, war kürzlich zu lesen, schätze man die Kultur, sich gegenseitig zu befruchten und – Nachsatz – voneinander zu lernen.
Darum geht es: ums Zuhören und Voneinanderlernen. Doch das klingt offenbar nicht so prickelnd wie das mit dem Befruchten.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier

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