Du bist gefeuert

Sprechblase Nr. 275. Warum „fordern“ und „fördern“ wertend sind.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Es gibt Begriffe, die beinahe immer im Doppelpack auftauchen. „Jung und dynamisch“ zum Beispiel. Oder – Achtung, Sprechblase – „fordern und fördern“.

Ihre Mitarbeiter zu fordern und zu fördern, behaupten ja zahlreiche Führungskräfte von sich.

Jetzt könnte man fragen: Fordern und fördern in dieser Reihenfolge? Oder umgekehrt? Oder fördern durch fordern? Aber niemals fordern ohne fördern, oder?

Egal, zu fordern und fördern ist bedingungslos gut, sagen die einen. Egal, zu fordern und fördern beschreibt immer nur Dressur innerhalb klar definierter Limits, sagen die anderen.

Jedenfalls liegt hinter Fordern wie Fördern eine Bewertung. Wie wertvoll ist der Mitarbeiter für mich und das Unternehmen – in menschlicher und/oder fachlicher Hinsicht? Denn wer nicht wertvoll erscheint, wird weder gefordert noch gefördert. Sondern gefeuert.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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