Kinderzeitung

Mit und gegen den Wind

Segeln lernen macht Spaß! Auf der Alten Donau genauso wie auf dem Attersee. Worauf es dabei ankommt.

Paula hat ihre Segelwoche auch zeichnerisch festgehalten.
Schließen
Paula hat ihre Segelwoche auch zeichnerisch festgehalten.
Paula hat ihre Segelwoche auch zeichnerisch festgehalten. – (c) beigestellt

Paula und Lara sind Freundinnen und kennen einander vom Attersee. Jetzt sind beide neun Jahre alt, vor einem Jahr waren sie erstmals gemeinsam auf einem Segelboot und haben in einem Jachtclub am Attersee eine Lernwoche absolviert. Heuer haben sie die Optimistenwoche wieder besucht. Sie heißt so, weil die Kinder (ab sieben Jahren) mit der Bootsklasse Optimist segeln, das ist ein Ein-Personen-Boot. Freilich fahren Lehrer in Motorbooten als Begleitung mit.

Paula erzählt: „An unserem ersten Tag waren sehr hohe Wellen, und es war bewölkt“, Lara ergänzt: „Ja, bei schönem Wetter ist es schon lustiger!“ Dieses Jahr haben sich die Mädchen jedenfalls schon gut ausgekannt, und es war alles nicht mehr so neu für sie. Was den beiden am Segeln am besten gefällt? Lara meint: „Bei starkem Wind lehnt man sich aus dem Boot hinaus, um das Segel zu halten, das ist aufregend!“ Paula findet das auch und zeigt pantomimisch die Körperhaltung dabei vor. Freilich, wenn gar kein Wind geht, muss man das Segel aushängen, und dann heißt es paddeln.

Für Erfolgserlebnisse. An der Alten Donau in Wien gibt es auch Kurse für Kinder. Hier beginnt man in größeren Booten, vier Kinder und ein Lehrer sind an Bord. Markus Grießler, Geschäftsführer der Segelschule Hofbauer, meint, so können sich anfangs die Kinder ab sechs Jahren auf dem Boot auf eine Aufgabe konzentrieren. Er erläutert: „Am Optimisten – einem Ein-Personen-Boot – lernt man dann das gesamte Segelspektrum, von der Segelstellung über die Steuerung, die Beobachtung und Reaktion auf die Umgebung. Man ist eigener Schiffsführer.“ Das bedeutet für die Kinder eine Herausforderung, aber auch ein großes Erfolgserlebnis. Paula und Lara sind der beste Beweis dafür, beide besuchen auch das an die „Optiwoche“ anschließende Training am Attersee und wollen nächstes Jahr wieder teilnehmen.

Grießler erklärt den Unterschied zwischen den Gewässern: „Auf Seen kann man auch längere Strecken in eine Richtung segeln. Die Alte Donau ist ein sehr schmales Revier, hier kann man gut Richtungsänderungen üben, wir haben sehr gute Windverhältnisse.“ Am Attersee gibt es zum sogenannten Rosenwind eine Geschichte, berichtet Paula: „Der Wind heißt so, weil aus dem Schlossgarten von Kammer Rosenduft über den See geweht wird.“ Die Mädchen sind auch schon anderswo mitgesegelt: Lara auf den Malediven, Paula in Griechenland.

Wusstest du schon, dass...

. . . es eine eigene Seemannssprache gibt? Sie hat sich über viele Jahrhunderte hinweg entwickelt. Segelschiffe werden heute aber nicht mehr für den Handel genutzt, daher sind viele Begriffe nur mehr im Freizeitsport üblich.


[NRB4A]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Meistgekauft
      Kommentar zu Artikel:

      Mit und gegen den Wind

      Schließen

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.