Corinna MiIborn ist Journalistin des Jahres

Das Branchenmagazin "Der österreichische Journalist" hat soeben sein Jahresranking bekannt gegeben. Die Puls4-Infochefin Milborn ist Journalistin des Jahres. "Die Presse" belegt in den Kategorien Lokaljournalismus und Kultur den ersten Platz. Der ORF ist Redaktion des Jahres.

Das Titelbild des "Journalist"
Das Titelbild des "Journalist"
Das Titelbild des "Journalist" – Journalist

Zum ersten Mal seit fünf Jahren und erst zum zweiten Mal überhaupt in der Geschichte des Branchenrankings seit 2004 gibt es eine "Journalistin des Jahres". Die Ehrung geht in diesem Jahr an die Puls-4-Infochefin Corinna Milborn, wie das Branchenblatt "Der Österreichische Journalist" Freitagvormittag bekannt gab. Der Jury ist die 44-Jährige in diesem Jahr besonders durch die Wahlberichterstattung des Privatsenders aufgefallen.

Vertreter der Jury, die heuer erstmals aus "Journalist"-Lesern bestand, formulierten ihre Entscheidung unter anderem damit, dass Milborn „konstruktiv kritisch und sympathisch in der Präsentation“ sei und "eine mutige kompetente Journalistin, die sich nicht von der Politik unterkriegen lässt, genügend Distanz bewahrt, kritische Fragen stellt, aber keine Verhörmethoden anwendet“. Zur Redaktion des Jahres wurde heuer der ORF ernannt, die Redaktion der "Presse", die den Titel in den vergangenen Jahren fünf Mal in Folge erhalten hatte, belegt diesmal Platz 2. Drei Sonderpreise gibt die "Journalist"-Redaktion auch in diesem Jahr: Für sein Lebenswerk geehrt wird der ehemalige ORF-Generalintendant Thaddäus Podgorski. Den Sonderpreis Kabarett bekommen Peter Hörmanseder und Robert Stachel alias Maschek für die politische Drüberredner-Comedy, die sie seit mittlerweile 21 Jahren machen. Den Sonderpreis Innovation bekommt das Trio Sebastian Krause, Julia Ortner und Eva Weissenberger für ihren im Spätsommer gestarteten Podcast "Ganz offen gesagt".

Rainer Nowak, Außenminister der "Presse"

Insgesamt ist die "Presse"-Redaktion auch heuer wieder prominent vertreten: Chefredakteur und Herausgeber Rainer Nowak belegt Platz 3 der Kategorie Chefredaktion. Die Jury lobt sein „wunderbar unterhaltsames Wahlkampf-Briefing“ und nennt ihn "Außenminister seines Blattes" und "talentierten Spötter“. Wien-Chronik-Ressortleiter Erich Kocina ist Lokaljournalist des Jahres für Wien. Norbert Mayer (zum wiederholten Mal) Kulturjournalist des Jahres. Die Jury sagt über ihn, er habe einen "eigenständigen Zugang zu Kulturthemen", schreibe richtungsweisende Kritiken und "humorvolle, abgeklärte Kolumnen“.

Anna Thalhammer belegt Platz 2 in der Innenpolitik ex aequo mit Stefan Kappacher vom ORF, Innenpolitik-Ressortleiter Oliver Pink Platz 6. Außenpolitik-Chef Christian Ultsch landet in seinem Ressort auf Platz 4, sein Vize Wieland Schneider auf Platz 9; Anneliese Rohrer, Sibylle Hamann und Erich Kocina sind auf Nummer 2, 5 und 9 im Kolumnistenranking gelandet. Josef Urschitz und Hanna Kordik belegen die Plätze 2 und 3 in der Wirtschaft, Matthias Auer kommt dort auf Platz 6, Hedi Schneid auf Platz 7 und Anne-Catherine Simon ist ex aequo gemeinsam mit Colette M. Schmidt vom "Standard" Platz 7 im Kultur-Ranking. Christoph Gastinger belegt im Sport-Ranking Platz 8. Gleich drei "Presse"-Redakteurinnen sind heuer "Aufgefallen": Iris Bonavida (Innenpolitik), Eva Winroither (Wien-Chronik, Leben) und Antonia Löffler (Wirtschaft). Die Kategorie gewonnen hat "Tagespresse"-Autor Sebastian Huber, vor "Fleisch"-Herausgeber Markus Huber mit seiner Christian-Kern-Reportage und Nadja Buchmüller von Puls4.

3 in den Kategorien Innenpolitik, Kolumnisten und Investigation.
3 in den Kategorien Innenpolitik, Kolumnisten und Investigation.
Die Stockerplätze 1 bis 3 in den Kategorien Innenpolitik, Kolumnisten und Investigation. – Screenshot

Wie kommt der "Journalist" jedes Jahr zu diesem Ergebnis? Das Magazin  hat sich in diesem Jahr entschieden, einem neuen Abstimmungsvorgang zu folgen. In den vergangenen Jahren hatte eine sich kaum wechselnde Jury aus Chefredakteuren, Medienjournalisten und Vorjahresgewinnern online ihre Wertung abgegeben (und durfte dabei die eigene Redaktion nicht wählen). Heuer wurden erstmals die zehn Bestgereihten aller  Kategorien aus dem Vorjahr darum gebeten, ihre drei wichtigsten Journalisten pro Kategorie zu nennen. Die daraus entstandene Shortlist wurde dann an die "Journalist"-Leserschaft verschickt, die darüber ebenso wieder online abstimmen konnte. Insgesamt haben so ungefähr 4000 Branchenvertreter ihre Stimme abgegeben. 

Die Journalisten des Jahres seit 2004:

2004 Armin Wolf
2005 Florian Klenk
2006 Alfred Worm
2007 Rainer Fleckl
2008 Michael Nikbakhsh
2009 Herbert Lackner
2010 Andreas Koller
2011 Hubert Patterer
2012 Ulla Kramar-Schmid
2013 Karim El-Gawhary
2014 Christian Wehrschütz
2015 Rainer Nowak
2016 Florian Klenk

(awa)

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