Schwarz, türkis gerahmt - eine politische Farbenlehre

Die ÖVP möchte nun als türkis wahrgenommen werden. Und immerhin: Ein Argument hat sie dabei auf ihrer Seite. Über schwarze Soutanen, orange Revolutionen und phrygische Mützen.

Darf man, ja soll man zu den Schwarzen jetzt die Türkisen sagen? Der Führung der ÖVP, pardon der neuen Volkspartei, wäre das dem Vernehmen nach sehr recht. Weil: Framing! Eines der politischen Unwörter der jüngeren Vergangenheit übrigens.

Soll also in etwa heißen: Türkis-Blau, das wäre von der Anmutung her etwas Neues, der Zusammenhang zu Schwarz-Blau unter Wolfgang Schüssel nur bei näherer Betrachtung herstellbar.

Eines muss man der ÖVP in der Argumention aber lassen: Die ÖVP ist die einzige Partei, die sich ihre bisherige Parteifarbe – also Schwarz – nicht selbst ausgesucht hat. Sie wurde ihr von den politischen Gegnern zugeschrieben.

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