Regisseur Michalkow: Homo-Ehe schädigt Filmindustrie

Der russische Regisseur, Putin-Intimus und Oscar-Preisträger sagte: "Was ist noch vom Kino zu erwarten, wenn unnatürliche Dinge zur Norm werden?"

Regisseur Michalkow HomoEhen schaedigen
Regisseur Michalkow HomoEhen schaedigen
Michalkow beim Filmfestival Cannes in Mai 2013 mit Hollywoodstar Brad Pitt, der sich vehement für die Homo-Ehe einsetzt – (c) REUTERS (MAXIM SHEMETOV)

Der russische Regisseur und Oscarpreisträger Nikita Michalkow ("Die Sonne, die uns täuscht") hat gleichgeschlechtliche Ehen als Gefahr für die Filmindustrie scharf verurteilt. "Was ist noch vom Kino zu erwarten, wenn unnatürliche Dinge zur Norm werden?", meinte der 67-Jährige am Montag bei einer Meisterklasse der Sommerfilmakademie in Moskau.

"Ich bin gegen Homo-Ehen. Es kann keine gesunden und energiereichen Filme in der Welt geben, wo gleichgeschlechtliche Ehen gesetzlich erlaubt sind", sagte Michalkow, der auch ein häufiger Gast beim Internationalen Filmfestival in Cannes ist, russischen Agenturen zufolge.

Michalkow erklärte den Angaben nach zudem, schwule oder lesbische Beziehungen führten zur "Selbstzerstörung der Menschheit".

Orthodoxer Patriarch: Homo-Ehe als Weltuntergang

Erst am Vorabend hatte der orthodoxe Patriarch Kirill in einem Gottesdienst Homo-Ehen als Weg in den Weltuntergang bezeichnet.

Homosexualität ist in Russland zwar nicht verboten, wird aber in der Gesellschaft tabuisiert. Vor kurzem hatte Russland ein Gesetz erlassen, das hohe Geldstrafen für "Homosexuellen-Propaganda" unter Minderjährigen vorsieht.

(APA/dpa)

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