Til Schweigers "Tatort"-Film in der Ukraine verboten

In dem "Tatort"-Kinofilm "Tschiller: Off Duty" werden russische Geheimdienste positiv dargestellt. In der Ukraine landete der Actionstreifen deswegen auf dem Index.

FP041 TATORT - KINO -  ´NICK OFF DUTY´                     14.07.2015-21.07.2015
FP041 TATORT - KINO -  ´NICK OFF DUTY´                     14.07.2015-21.07.2015
Til Schweiger als Nick Tschiller, ''Tatort'''-Kommissar – (c) Warner/NIK KONIETZNY

Die Ukraine hat den Til-Schweiger-"Tatort"-Film "Tschiller: Off Duty" wegen positiver Darstellung eines russischen Geheimdienstlers verboten. Das Kinogesetz der Ex-Sowjetrepublik untersagt alle Filme, in denen russische Staatsorgane im freundlichen Licht erscheinen. Hintergrund sind die russische Annexion der Krim und die Unterstützung von moskautreuen Separatisten in der Ukraine.

In dem Film hilft ein Major des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB dem Hamburger "Tatort"-Team Nick Tschiller (Schweiger) und Yalcin Gümer (Fahri Yardim).

Gesetz verbietet positiver Darstellung russischer Staatsorgane

"Das Gesetz spricht klar davon, dass wir den Film ungeachtet seiner Herkunft verbieten müssen", sagte der Vizechef der Staatlichen Kinoagentur der Ukraine, Sergej Neretin, dem Radiosender Westi.

Das Gesetz untersagt Filme mit positiver Darstellung russischer Staatsorgane, die nach dem 1. August 1991 gedreht wurden. Ebenso unterliegen alle russischen Produktionen seit 2014 der Zensur.

"Tschiller"-Film kein Kinohit

Zu Beginn des Jahres hatte Schweiger, der den in Hamburg ansässigen Ermittler Nick Tschiller spielt, den "Tatort" mit dem Titel "Tschiller: Off Duty" ins Kino gebracht. Nur knapp 300.000 Zuschauer zahlten bis Ende März Eintritt.

(APA/dpa)

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