„Harry Potter“-Spinoff enthüllt Zauberergefängnis in Österreich

Ein kleiner Hinweis im neuen Film „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ führt in die österreichischen Alpen.

Der böse Zauberer Grindelwald (Johnny Depp) hat sich eine Festung tief in den Bergen gebaut.
Der böse Zauberer Grindelwald (Johnny Depp) hat sich eine Festung tief in den Bergen gebaut.
Der böse Zauberer Grindelwald (Johnny Depp) hat sich eine Festung tief in den Bergen gebaut. – Warner Bros.

So beliebt die „Harry Potter“-Romane, die darauf basierenden Filme und überhaupt das ganze von J. K. Rowling kreierte Zaubereiuniversum hierzulande sind: Bezüge zu Österreich sind in ebendiesem rar (sieht man von einem Kofferetikett, das im dritten „Harry Potter“-Film vorkommt und auf einen antiken Koffermacher in der Wiener Erdbergstraße verweist, sowie von einem Mozart-Poster im Kinderzimmer der Zauberschülerin Hermine ab). Der neue Film „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“, der nächste Woche in die Kinos kommt und die Vorgeschichte der Potter-Abenteuer erzählt, deutet nun allerdings eine Verbindung an, die im weiteren Verlauf der Geschichte noch signifikant werden könnte – und die wohl vor allem hiesige Potter-Fans beschäftigen wird.

(Der folgende Artikel enthält weitgehend bereits bekannte Informationen über die „Harry Potter“-Vorgeschichte, daneben ein Detail aus dem neuen „Phantastische Tierwesen“-Film, das allerdings die Handlung nicht vorwegnimmt.)

„Nurmengard Castle, Austria“, wird in einer Szene des Films eingeblendet. Der böse Zauberer Grindelwald zieht sich darin in ein verstecktes Domizil mitten in den Bergen, umringt von Felswänden, zurück. Dass eine Festung mit diesem Namen existiert, kam bereits im letzten „Harry Potter“-Band vor: von einem gigantischen Gebäude aus schwarzem Fels war da die Rede. Es sei ursprünglich von Gellert Grindelwald gebaut worden, um seine Gegner einzusperren. „For the Greater Good“ steht über dem Eingang – eine Anspielung auf den „Arbeit macht frei“-Schriftzug am Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz. Autorin J.K. Rowling hat in einem Interview bestätigt, dass sie beim Kreieren von Grindelwald bewusst Parallelen zu Adolf Hitler eingebaut hat.

1945 endet auch der Zauberer-Krieg

Wo Nurmengard liegt, war bisher nicht klar; Fans vermuteten es in Skandinavien, Osteuropa, oder auch in Deutschland (Nürnberg wurde wegen seinem ähnlichen klingenden Namen, aber auch wegen symbolischer Bezüge oft genannt). Nun ist also klar, dass das Gefängnis in Österreich liegt. Hier wird Grindelwald später selbst interniert sein: 1945, so viel verraten die Bücher, besiegt der gute Zauberschulleiter Dumbledore den bösen Grindelwald und macht ihn zum Gefangenen in seinem eigenen Gefängnis, wo er Jahre später von Voldemort getötet werden soll. Wie sehr die Geschichte im „Harry Potter“-Universum mit der tatsächlichen Geschichte, mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime, verzweigt sein wird, ist noch unklar.

Das dürfte im Lauf der insgesamt fünf geplanten Filme der „Phantastische Tierwesen“-Reihe enthüllt werden. Der zweite Teil erscheint nun: Johnny Depp spielt darin den machthungrigen Zauberer Grindelwald, der gerade dabei ist, sich eine Anhängerschaft von „reinblütigen“ Magiern aufzubauen, mit denen er über die Zauberer- wie auch die Muggelwelt herrschen will. Seinen Gegner Albus Dumbledore spielt Jude Law. Die titelgebenden Tierwesen haben in diesem Film, der vor allem Aufbauarbeit für einen Showdown leistet, der vermutlich in sechs Jahren kommt, eine nur untergeordnete Rolle.

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