Pereira lobt Netrebko als größte Sängerin der Welt

"Sie ist auf dem selben Niveau wie Maria Callas und Renata Tebaldi", sagt Alexander Pereira, Intendant der Scala.

Anna Netrebko und Yusif Eyvazov in der Scala.
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Anna Netrebko und Yusif Eyvazov in der Scala.
Anna Netrebko und Yusif Eyvazov in der Scala. – (c) REUTERS (HANDOUT)

Laut Scala-Intendant Alexander Pereira ist Anna Netrebko die größte Opernsängerin der Welt. "Sie ist auf dem selben Niveau wie Maria Callas und Renata Tebaldi", sagte Pereira. Am Donnerstagabend singen Netrebko und ihr Ehemann Yusif Eyvazov bei der Scala-Saisoneröffnung mit "Andrea Chenier" von Umberto Giordano. Mailand fiebert seit Tagen der großen Premiere entgegen.

Netrebko war bereits Protagonistin am 7. Dezember 2015 der Saisoneröffnung mit "Giovanna D'Arco". Diesmal tritt sie an der Seite ihres Ehemannes auf, der an der Scala debütiert. "Es ist eine große Verantwortung für mich. Die Angst ist groß. Doch für mich ist es spannend, an der Seite meiner Frau zu singen. Der Kuss ist echt", scherzte Eyvazov bei der Präsentation.

Eyvazov: "Ein Held mit einem riesigen Druck auf sich"

Der 40-jährige Eyvazov erhielt Rückendeckung von Pereira, der den Tenor als "Helden" bezeichnete. "Eyvazov hat eine der schönsten Stimmen der Welt. Er steht vor dem Debüt an der Scala und hat eine schreckliche Angst. Doch er wird die Angst in etwas Schönes, Starkes und Faszinierendes umwandeln. Er ist ein Held mit einem riesigen Druck auf sich. Um diesen Druck zu überwinden, muss man eine riesige Kraft haben. Ich hoffe, dass die Mailänder diese Kraft schätzen", sagte Pereira.

Die Premiere wird live von RAI 1 und in mehreren italienischen Kinos aufgeführt. Pereira meinte, es sei unwahrscheinlich, dass die Einschaltquote drei Millionen Zuschauer wie die "Madama Butterfly" im vergangenen Jahr erreichen werde, das Interesse um "Andrea Chenier" sei aber groß. Zuletzt war die Oper, die zur Zeit der französischen Revolution spielt, 1985 an der Scala aufgeführt worden.

Mehrere Stargäste werden zur Premiere erwartet, unter anderem der Intendant der Wiener Staatsoper Dominique Meyer. Die Karten der Premiere kosteten bis zu 3.000 Euro. Strengste Sicherheitsvorkehrungen werden in Mailand für die Premiere ergriffen, bei der Musikdirektor Riccardo Chailly am Pult steht. Die Regie hat der neapolitanische Film- und Theaterregisseur Mario Martone übernommen.

Die Saison der Scala wird traditionsgemäß am 7. Dezember eröffnet, dem Tag des Heiligen Ambrosius, Patron der Stadt Mailand. Die Saison 2018-2019 soll von Giuseppe Verdis "Attila" eröffnet werden.

 

(APA)

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